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25.11.2009
| Erkältung verhindert Start in Melbourne
© photorun.net/Sailer
Aufgrund einer fiebrigen Erkältung wird Irina Mikitenko nicht am
29. November beim Great Australian Run an den Start gehen können.
Die Läuferin des TV Wattenscheid musste von der Startliste des
15-km-Rennens in Melbourne gestrichen werden.
Irina Mikitenko bedauert, dass sie nicht nach Australien reisen konnte,
nachdem sie kurz vor der geplanten Abreise eine fiebrige Erkältung
bekam. „Ich hatte mich darauf gefreut, zum zweiten Mal in meiner
Karriere in Australien starten zu können, denn ich habe sehr
schöne Erinnerungen an die Olympischen Spiele in Sydney
2000“, sagte Irina Mikitenko, die damals im 5.000-m-Finale einen
hervorragenden fünften Platz belegt hatte.
Der Great Australian Run wäre der erste Wettkampf seit ihrem
zweiten Platz beim Bank of America Chicago-Marathon gewesen. Nach dem
US-Rennen am 11. Oktober joggte sie zwar 13 Tage später locker
beim Berliner Nike Human Race zum Sieg über 10 km in 34:56
Minuten, doch mit dem Training begann Irina Mikitenko erst Anfang
November wieder. Jetzt muss sie krankheitsbedingt pausieren.
© race-news-service.com
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03.11.2009
| Größter Vorsprung in der WMM-Geschichte
Familienfest
in New York: Irina Mikitenko freut sich gemeinsam mit ihrem Mann
Alexander und ihrem Sohn Alex über die
WMM-Siegprämie. Die
kleine Tochter Vanessa ist zu Hause in Deutschland geblieben.
© photorun.net/Sailer
Mit dem größten Vorsprung, den je ein
Läufer bei bisher
drei abgeschlossenen Serien erreicht hat, hat Irina Mikitenko die World
Marathon Majors (WMM)-Serie 2008-2009 gewonnen. Die 37-jährige
Athletin des TV Wattenscheid sammelte mit drei Siegen (London 2008 und
2009 sowie Berlin 2008) und einem zweiten Rang (Chicago 2009) 90 Punkte
und hatte zum Abschluss der Serie gleich 50 Zähler mehr als
die
zweitplatzierte Äthiopierin Dire Tune. Es ist gut
möglich,
dass ein derartiger Vorsprung für längere Zeit
einmalig
bleibt. Vor einem Jahr hatte Irina Mikitenko in der bisher knappsten
WMM-Entscheidung ebenfalls triumphiert: Damals war sie punktgleich mit
Gete Wami (Äthiopien) auf Platz eins, lag jedoch bei der
Berücksichtigung weiterer Faktoren (u.a. Anzahl der Rennen und
Durchschnittszeit) vorne.
Neben dem größten und dem knappsten Vorsprung
stellte Irina
Mikitenko in der noch jungen WMM-Geschichte ein weiteres Superlativ
auf: Sie ist die erste Läuferin, der ein zweiter WMM-Triumph
gelang und sie ist nach wie vor die einzige nicht-afrikanische
Siegerin. Gemeinsam mit Männer-Sieger Sammy Wanjiru (Kenia)
wurde
Irina Mikitenko am Montag in New York ausgezeichnet. Beide erhielten
jeweils einen symbolischen Scheck über 500.000 US-Dollar
–
der WMM-Siegprämie.
„Ich freue mich riesig, dass ich ein zweites Mal die
WMM-Serie
gewonnen habe. Das ist ein mit großem Prestige verbundener
Erfolg, denn man muss über zwei Jahre hinweg konstant bei den
hochklassigsten und spektakulärsten Marathonrennen der Welt
sehr
erfolgreich sein. Das ist nicht einfach und ein solcher Erfolg kann
nicht auf Zufall oder Glück basieren“,
erklärte Irina
Mikitenko im Rahmen der WMM-Ehrung im Central Park und fügte
hinzu: „Unabhängig von meinen Siegen halte ich sehr
viel von
dem WMM-Konzept. Mit dieser Idee ist es den fünf
Race-Direktoren
gelungen, unseren Sport noch stärker in den Blickpunkt zu
rücken und damit den Laufsport weiter zu entwickeln.“
© race-news-service.com
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13.10.2009
| „Die Kinder sind happy über meinen zweiten
Platz“
© Sailer/photorun.net
Mit dem zweiten Platz beim Bank of America Chicago-Marathon setzte
Irina Mikitenko (TV Wattenscheid) am vergangenen Sonntag ihre Serie
hochklassiger Marathon-Resultate fort. Von den fünf Rennen
ihrer
Karriere, die alle zu den World Marathon Majors gehörten, hat
sie
drei gewonnen und war zweimal Zweite. Nach dem Bank of America
Chicago-Marathon gab Irina Mikitenko das folgende Interview:
Wie fühlen Sie sich nach dem zweiten Platz?
Irina Mikitenko: Ich
glaube, ich
brauche mich nicht zu verstecken. Ein zweiter Platz in Chicago, das ist
schon etwas. Zugleich bin ich aber auch etwas enttäuscht, dass
ich
nicht gewonnen habe. Aber Liliya Shobukova war besser vorbereitet als
ich.
Die Siegerin hatten Sie vorher als starke Konkurrentin genannt.
Irina Mikitenko: Ja,
vor ihr hatte
ich Respekt und mit ihr hatte ich gerechnet. Ich wusste: wenn sie am
Ende noch vorne dabei sein sollte, dann ist sie schneller als ich.
Liliya Shobukova profitierte am Ende von ihrer sehr guten
Grundschnelligkeit. Hätten Sie bei einem von vornherein
deutlich
schnelleren Tempo bessere Chancen gehabt?
Irina Mikitenko: Ich
glaube schon,
aber das Problem war zum einen, dass es extrem kalt war, so dass wir
dadurch sehr langsam gelaufen sind. Hinzu kam, dass meine Vorbereitung
dieses Mal kürzer war, also nicht ganz so gut wie sonst.
Dadurch
habe ich mich nicht getraut, das Tempo eher zu forcieren. Vielleicht
war das ein taktischer Fehler, aber ich wusste nicht, ob es gut gehen
würde. Auf den letzten zehn Kilometern habe ich es versucht,
aber
es reichte nicht mehr.
Die WMM-Serie 2008-2009 haben Sie gewonnen.
Irina Mikitenko: Ja,
jetzt kann zu
100 Prozent nichts mehr passieren. Da freue ich mich natürlich
sehr, denn das ist ein besonderer Erfolg. Die WMM kann man nur
gewinnen, wenn man zwei Jahre lang Topleistungen gezeigt hat.
Was machen Sie jetzt als nächstes?
Irina Mikitenko: Wir
haben einen
Türkei-Urlaub gebucht und fahren in die Wärme ans
Meer. Die
Kinder freuen sich schon, sie haben nach dem Rennen von zu Hause aus
angerufen und waren happy über meinen zweiten Platz. Sie haben
ja
auch mitbekommen, wie schwierig die Vorbereitung war.
Und welche Ziele haben Sie 2010?
Irina Mikitenko: Ich
habe noch keine
konkreten Pläne bezüglich des Frühjahrs,
erst mal will
ich mich ausruhen und regenerieren. Im Sommer kann ich mir vorstellen,
bei der EM in Barcelona die 10.000 Meter zu laufen.
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12.10.2009
| Starker zweiter Platz im eiskalten Chicago
Irina
Mikitenko rennt durch das eiskalte Chicago.
© Sailer/photorun.net
Mit einem beachtlichen zweiten Platz meldete sich Irina Mikitenko (TV
Wattenscheid) beim hochkarätigen Bank of America
Chicago-Marathon
zurück. Die 37-Jährige war nach dem Tod ihres Vaters
im Juli
und einem daraus resultierenden Trainingsausfall noch nicht wieder so
stark wie zum Beispiel bei ihrem deutschen Rekordlauf in Berlin 2008
(2:19:19). Doch nach einer schweren Zeit ist Rang zwei ein
großer
Erfolg. Lediglich die am Ende sehr starke Russin Liliya Shobukova, die
in 2:25:56 Stunden gewann, war in Chicago noch etwas schneller als
Irina Mikitenko, die bei eiskaltem Wetter nach 2:26:31 im Ziel war.
„Ich glaube, ich brauche mich nicht zu verstecken. Ein
zweiter
Platz in Chicago, das ist schon etwas“, sagte Irina Mikitenko
in
einer ersten Reaktion. Kenias Olympiasieger Sammy Wanjiru gewann das
Männerrennen in einer Kursrekordzeit von 2:05:41 Stunden.
Irina Mikitenko und Sammy Wanjiru stehen zudem nach dem
Chicago-Marathon definitiv als Sieger der World Marathon Majors
(WMM)-Serie 2008-2009 fest. Sie teilen sich eine Prämie von
einer
Million US-Dollar. Die Ehrung erfolgt im Rahmen des New York-Marathons
am 2. November, dem Tag nach dem Rennen durch Big Apple.
Das Frauenrennen begann bei Temperaturen von knapp über dem
Gefrierpunkt in Chicago mit einem sehr verhaltenen Tempo. Nach 18:22
Minuten erreichte die Spitzengruppe die 5-km-Marke und auch danach
wurde es lange Zeit nicht wesentlich schneller. Die erste
Hälfte
war nach 1:15:04 Stunden gelaufen. Irina Mikitenko lief durchweg in der
Führungsgruppe und ergriff dann rund 10 km vor dem Ziel die
Initiative. Doch sie konnte sich nicht lösen, so dass auch bei
Kilometer 40 noch vier Läuferinnen an der Spitze lagen. Neben
der
späteren Siegerin Shobukova und der Deutschen waren dies noch
die
Äthiopierin Teyba Erkesso sowie die Titelverteidigerin Lidiya
Grigoryeva (Russland).
„Ich wusste, dass das jetzt mein Terrain ist“,
erzählte die 31 Jahre alte Liliya Shobukova später.
Die
Russin ist mit einer 5.000-m-Bestzeit von 14:23,75 Minuten die
viertschnellste Läuferin aller Zeiten über diese
Distanz.
Entsprechend stark war ihr Antritt, dem auch Irina Mikitenko nicht
folgen konnte. Doch die Deutsche war immerhin am Ende schneller als die
drittplatzierte Lidiya Grigoryeva (2:26:47) sowie die folgenden Teyba
Erkesso (2:26:56),
Berhane Adere (Äthiopien/2:28:38) und Deena Kastor
(USA/2:28:50).
Die US-Rekordlerin, die sich bei Olympia 2008 einen
Ermüdungsbruch
im Fuß zugezogen hatte, lief ein gutes Marathon-Comeback und
war
bei Kilometer 30 noch in der Spitzengruppe.
Für den sportlichen Höhepunkt des Rennens in Chicago,
das mit
seinen rund 45.000 Meldungen auch zu den World Marathon Majors (WMM)
gehört, sorgte der Olympiasieger: Sammy Wanjiru (Kenia) setzte
sich auch bei seinem ersten Lauf in den USA durch und stellte mit
2:05:41 Stunden einen Streckenrekord auf. Fünfmal ist Sammy
Wanjiru bisher Marathon gelaufen – viermal hat der erst
22-Jährige gewonnen, einmal war er Zweiter. Darunter sind
Siege
bei Olympia, in London sowie nun auch in Chicago. Auf der schnellen
Strecke in den USA lag der Kenianer dabei lange Zeit auf
Weltrekordkurs. Nach 62:01 Minuten war die erste Hälfte
absolviert. Doch das Problem war dann, dass die Tempomacher nicht stark
genug waren. Schon kurz nach Kilometer 25 ging der letzte von ihnen,
Patrick Ivuti (Kenia), aus dem Rennen. Da lief Sammy Wanjiru gemeinsam
mit seinen Landsleuten Vincent Kipruto und Charles Munyeki an der
Spitze. Obwohl die drei zeitweilig sogar Trainingspartner sind,
entwickelte sich nun ein taktisches Rennen, bei dem der Sieg und nicht
mehr die Zeit im Mittelpunkt stand. Eine Reihe von deutlich langsameren
Kilometern ließen den Weltrekord von Haile Gebrselassie
(Äthiopien/2:03:59) schnell außer Reichweite
rücken.
Als dann Sammy Wanjiru bei 35 km das Tempo wieder forcierte, gewann er
damit das Rennen und sicherte sich neben einer Siegprämie von
75.000 Dollar noch eine Kursrekordprämie von 100.000 Dollar.
Mit
einer starken Schlussphase schob sich Abderrahim Goumri (Marokko) in
2:06:04 noch auf Platz zwei vor Kipruto (2:06:08) und Munyeki (2:07:07).
© race-news-service.com
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07.10.2009
| “Ich bin gespannt auf meine
US-Straßenlauf-Premiere in Chicago“
© Sailer/photorun.net
Am kommenden Sonntag wird Irina Mikitenko beim Bank of America
Chicago-Marathon starten. Obwohl sie seit dem Flora London-Marathon
Ende April bei keinem Wettkampf mehr an den Start gegangen ist,
gehört die 37-Jährige Siegerin der World Marathon
Majors
(WMM)-Serie 2007-2008 in Chicago zu den ganz großen
Favoritinnen.
Nach wie vor hält die Läuferin des TV Wattenscheid
mit ihrer
Londoner Zeit von 2:22:11 Stunden auch die Jahresweltbestzeit. Vor
ihrem Rennen beim Bank of America Chicago-Marathon gab Irina Mikitenko
das folgende Interview.
Mit welchen Gefühlen gehen Sie zum ersten Mal bei einem
US-amerikanischen Straßenrennen an den Start? Bisher sind Sie
lediglich einmal, bei Olympia in Atlanta 1996, über 5.000 m in
den
USA gestartet.
Irina Mikitenko: Ich
bin sehr
gespannt auf diese Premiere in den USA. Ich freue mich darauf, in den
USA zu laufen, denn dort gibt es sehr viele große und
hochklassige Rennen. Zudem haben die Massen-Laufbewegung sowie die
City-Marathonrennen in den USA ihren Ursprung. Spannend wird aber auch,
wie ich bei einem solchen Rennen die Zeitumstellung verkrafte und wie
alles andere dort funktioniert. Der Bank of America Chicago-Marathon
ist bereits mein drittes von fünf verschiedenen Rennen der
World
Marathon Majors. Bisher bin ich in Berlin und London gelaufen,
vielleicht kann ich in meiner Karriere bei allen fünf starten.
Die Läufe in Boston und New York sind im Gegensatz zu den
anderen
Strecken ziemlich hügelig. Würde Ihnen das liegen?
Irina Mikitenko: Ich
laufe schon lieber flache Strecken, aber ich hoffe, dass ich in der
Zukunft auch noch in Boston und New York starten kann.
War das Streckenprofil auch ein Grund dafür, dass Sie sich
für Chicago und gegen New York entschieden haben?
Irina Mikitenko: Ja,
das spielte eine
wichtige Rolle bei der Entscheidung. Ich weiß, dass die
Strecke
in Chicago schnell ist. Und ich hätte nicht genügend
Zeit
gehabt, um mich auf eine schwere, hügelige Strecke wie New
York
vorzubereiten. Da hätte ich drei Wochen mehr gebraucht, um
noch
sehr viele Hügelläufe in das Training integrieren zu
können.
Die Bedingungen im Trainingslager in St. Moritz waren hier wiederum
entscheidend?
Irina Mikitenko: Das
stimmt. Das
Rennen in New York findet ja drei Wochen nach Chicago statt, so dass
die Zeit theoretisch da gewesen wäre. Im Oktober jedoch
wäre
ein Höhentraining in St. Moritz aufgrund der Wetterbedingungen
wohl nicht möglich gewesen. Ich war froh, dass ich jetzt noch
bis
Ende September dort in meinem gewohnten Trainingslager laufen konnte.
Es wurde zwar morgens schon sehr kalt, aber insgesamt hat das Wetter
noch mitgespielt. Ich war noch nie zu später Jahreszeit dort
oben.
Da beginnt ja bald die Skisaison!
Wie kam es nach dem Tod Ihres Vaters und dem daraus folgenden
Startverzicht für den WM-Marathon zur Entscheidung, in Chicago
Marathon zu laufen?
Irina Mikitenko: Ich
hatte kurz vor
der WM wieder angefangen richtig zu trainieren und habe
zunächst
ohne Druck geschaut, wie ich in Form komme. Dann bin ich am 30. August
ins Höhentraining nach St. Moritz gefahren. Es lief dort von
Woche
zu Woche besser und deswegen reifte der Entschluss, in diesem Jahr noch
ein großes Rennen zu laufen. Ich wollte einfach den Anschluss
wieder herstellen. Wettkampfgeist und Motivation gehen schnell
verloren, es ist schwer nach einer Pause wieder anzufangen. Und je
länger man wartet, desto schwerer wird es. Es war nach dem Tod
meines Vaters und der Trainingspause psychisch nicht leicht, wieder zu
beginnen. Wir haben dann lange überlegt ob ich in Chicago
starten
soll oder nicht, denn es ist eine ganz schöne Herausforderung.
Es
ist ein großer Marathon mit starker Konkurrenz, bei dem
sicher
schnell gelaufen wird.
Wie ist Ihre Form, können Sie Trainingsleistungen vergleichen
mit
denen vor ihrem Start beim Berlin-Marathon 2008, als sie mit 2:19:19
Stunden einen deutschen Rekord aufstellten?
Irina Mikitenko: Ich
konnte insgesamt
in St. Moritz gut trainieren und die Form ist in Ordnung. Auch wenn
verglichen zu anderen Marathon-Vorbereitungen etwas Zeit fehlte, hoffe
ich, dass es ausreicht. Vergleiche sind allerdings nicht
möglich,
da der Trainingsaufbau aufgrund der kürzeren Vorbereitungszeit
ganz anders aussah.
Wie lang war Ihr längster Trainingslauf jetzt verglichen zu
früher und wie viele Kilometer sind Sie maximal pro
Woche
gelaufen?
Irina Mikitenko: Ich
bin jetzt
maximal 32 Kilometer am Stück gelaufen, früher waren
es auch
schon einige Male 35. Eine kürzere Zeit bin ich auch jetzt 200
Kilometer pro Woche gelaufen, so wie früher. Im Gegensatz zu
meinen bisherigen Vorbereitungen habe ich dann jedoch in der letzten
Phase wieder mehr Wert auf Qualität gelegt. Das
heißt, ich
bin schneller gelaufen, dafür aber nicht ganz so viele
Kilometerumfänge. So waren es dann nur noch 180 km pro Woche.
Was ist Ihr Ziel in Chicago?
Irina Mikitenko: Es ist
schwer
vorherzusagen, was möglich ist. Aber wenn ich am Start eines
großen Rennens stehe, möchte ich immer gewinnen und
gebe
alles, um das zu schaffen. Es sind einige sehr starke
Läuferinnen
am Start. Ich kann aber nicht so sehr nach den anderen schauen sondern
muss mich auf mich selbst konzentrieren.
Wen schätzen Sie am stärksten ein?
Irina Mikitenko: Ich
erwarte, dass
die Russinnen sehr stark sein werden. Besonders gilt dies glaube ich
für Liliya Shobukhova, die bereits in London im April im
Rennen
war und bei ihrem Debüt gleich Dritte wurde. Sie hat damals
bei
ihrem ersten Marathon sicherlich noch nicht ihr volles
Leistungsvermögen zeigen können. Rechnen muss ich
auch mit
Teyba Erkesso, wobei die Äthiopierinnen immer schwer
einzuschätzen sind. Und dann ist da auch noch die
US-Rekordlerin
Deena Kastor, deren Bestzeit von 2:19:36 nur unwesentlich langsamer ist
als meine eigene. Für sie ist es natürlich eine Art
Heimspiel.
Egal was passiert, die WMM-Serie 2008-2009 haben Sie praktisch schon
gewonnen.
Irina Mikitenko: In der
Serie gibt es
noch zwei Rennen in diesem Jahr. Für mich steht jetzt erst mal
der
Lauf in Chicago an erster Stelle, um alles andere kümmere ich
mich
vorher nicht. Danach schaue ich dann auf die Punktewertung.
Sabrina Mockenhaupt erklärte in einem Interview mit
,Leichtathletik’, dass sie zukünftig bei
internationalen
Saisonhöhepunkten nicht mehr im Marathon an den Start gehen
wird
– wie sieht es bei Ihnen aus?
Irina Mikitenko: Der
olympische
Marathon 2012 in London bleibt ein ganz großes Ziel. Bei
Olympia
über die klassische Distanz zu laufen, ist etwas einmaliges.
Auf
den Marathon bei den Weltmeisterschaften in Daegu 2011 würde
ich
angesichts der extremen Hitze und Feuchtigkeit eher verzichten. Und
auch ein Marathon-Start bei der EM im nächsten Jahr wird kein
Thema sein. Denkbar ist aber, dass ich in Barcelona über
10.000
Meter antrete.
© race-news-service.com
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16.09.2009
| Start beim Chicago-Marathon am 11. Oktober
© Sailer/photorun.net
Irina Mikitenko wird am 11. Oktober beim Bank of America
Chicago-Marathon an den Start gehen. Es wird ihr erstes Rennen sein
seit dem Sieg beim Flora London-Marathon am 26. April. Die
37-jährige Läuferin des TV Wattenscheid hatte
aufgrund des
Todes ihres Vaters im Sommer auf den Start beim WM-Marathon in Berlin
verzichtet, bei dem sie zu den Favoritinnen gehört
hätte.
Jetzt fühlt sich Irina Mikitenko wieder bereit für
einen
Marathon. Erstmals wird sie in ihrer Karriere bei einem
US-amerikanischen Straßenlauf teilnehmen.
„Ich habe kurz vor der WM wieder angefangen richtig zu
trainieren
und habe ohne Druck geschaut, wie ich in Form komme. Dann bin ich am
30. August ins Höhentraining nach St. Moritz
gefahren“,
erzählt Irina Mikitenko, die noch mindestens bis Montag in der
Schweiz bleiben möchte. „Möglichst will ich
länger
bleiben, aber das wird vom Wetter abhängen, denn morgens ist
es
jetzt schon ziemlich kalt hier. Es läuft von Woche zu Woche
besser
und ich hoffe, dass es in den nächsten drei Wochen so
weitergeht.“
In Chicago wird Irina Mikitenko auf hochkarätige Konkurrenz
treffen. Bei dem Rennen, das zu den World Marathon Majors (WMM)
gehört, startet auch eine Läuferin, deren Bestzeit
nur 17
Sekunden langsamer ist als ihr deutscher Rekord von 2:19:19. Es ist die
US-Rekordlerin Deena Kastor (Bestzeit: 2:19:36), die beim olympischen
Marathon 2004 eine Bronzemedaille gewann und in Chicago bereits vor
vier Jahren einmal siegte. Unter vier weiteren Läuferinnen,
die
Bestzeiten von unter 2:26 Stunden aufweisen, ist auch die Russin Liliya
Shobukhova. Sie lief beim Flora London-Marathon im April ein
ausgezeichnetes Debüt in 2:24:24 Stunden und belegte damit
Rang
drei.
„Das starke Feld ist sicherlich eine Motivation für
mich.
Aber es ist aufgrund der etwas anderen Vorbereitung, die in
Zusammenhang mit dem Tod meines Vaters steht, schwer vorherzusehen, was
möglich sein wird. Ich werde ohne vorherigen Testwettkampf in
diesen Marathon gehen. Aber wenn ich laufe, gebe ich immer mein
Bestes“, erklärte Irina Mikitenko, die zurzeit rund
200
Trainingskilometer pro Woche auf gutem Niveau absolviert.
Erst einmal ist Irina Mikitenko in ihrer Karriere überhaupt in
den
USA gestartet: 1996 lief sie bei den Olympischen Spielen in Atlanta
5.000 m. Damals, kurz vor ihrer Ausreise nach Deutschland, startete sie
noch für Kasachstan, stand am Anfang ihrer internationalen
Karriere und verpasste das Finale. In Chicago ist sie nach drei
Marathonsiegen in Folge (London und Berlin 2008 sowie London 2009) eine
Favoritin.
© race-news-service.com
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13.08.2009
| Irina Mikitenko nach ihrem WM-Startverzicht:
„Ich fühle mich erschöpft und
leer“
Die
Familie ist für Irina Mikitenko das wichtigste: Hier ist sie
zusammen mit ihrem Ehemann Alexander sowie den Kindern Vanessa und
Alexander.
© Sailer/photorun.net
Der Tod ihres Vaters hat Irina Mikitenko aus der Bahn geworfen. Die
zurzeit schnellste Marathonläuferin der Welt wird bei den
Weltmeisterschaften in Berlin am 23. August nicht antreten. Am Tag
ihres 37. Geburtstages hätte die Läuferin des TV
Wattenscheid
Chancen gehabt, ihre Karriere mit einer Goldmedaille zu
krönen.
Das deutsche Team hat damit eine der größten
Hoffnungen auf
einen WM-Triumph verloren.
Als Sie Ende Juni aus einem ersten Höhentrainingslager aus St.
Moritz zurückkehrten, waren Sie noch guter Dinge. Was
passierte
dann?
Irina Mikitenko: „Ja,
das erste
Trainingslager in St. Moritz lief sehr gut, ich hatte Spaß am
Laufen und war optimistisch. Aber dann musste mein Vater Anfang Juli
mit einem akuten Lungenproblem ins Krankenhaus. Es ging ihm von Tag zu
Tag schlechter, ich war jeden Tag bei ihm und nur mittags kurz zuhause,
um den Kindern Essen zu kochen. Das tat meinem Vater gut, dass ich bei
ihm war, das habe ich gesehen – und mir auch. Ich konnte
schon
damals nicht mehr richtig trainieren. Ich habe es früh morgens
versucht, aber ich war so leer und kaputt. Es ging einfach
nicht.“
Sie gingen aber damals noch davon aus, dass Sie bei der WM starten
würden.
Irina Mikitenko: „Ich
hoffte,
dass es meinem Vater bald wieder besser gehen würde und ich
dann
wie geplant ins zweite Trainingslager nach St. Moritz fahren
würde. Doch es ging ihm immer schlechter und er starb in der
dritten Juli-Woche. Mein Vater war der wichtigste Mensch für
mich.
Ihm habe ich auch zu verdanken, dass wir 1996 aus Kasachstan
überhaupt nach Deutschland gekommen sind. Dass er tot ist,
kann
ich immer noch nicht begreifen, er fehlt mir sehr. Es ist die
schwierigste Zeit in meinem Leben.“
Sie sind dann trotzdem noch einmal nach St. Moritz gefahren.
Irina Mikitenko: „Ja,
ich war
noch einmal neun Tage in St. Moritz mit meiner Familie und meiner
Mutter. Ich habe alle anderen beim Training gesehen und bin auch selbst
wie automatisch zum Laufen gegangen. Aber es machte keinen Sinn, ich
fühle mich erschöpft und leer. Ich hatte mich sehr
auf die WM
gefreut und habe mich nach dem London-Marathon nur auf diesen Start
vorbereitet und alle anderen Startangebote abgelehnt. Aber die Familie
ist für mich viel wichtiger als alles andere. Mein Vater war
immer
stolz auf mich … ich werde weiterlaufen.“
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23.06.2009
| Spaß am Laufen in St. Moritz
© Sailer/photorun.net
Im Höhentrainingslager in St. Moritz läuft
für Irina
Mikitenko alles nach Plan. Seit dem 7. Juni trainiert die
36-Jährige in der Schweiz, um sich dort für den
WM-Marathon
in Berlin am 23. August vorzubereiten. „Es geht mir gut, ich
habe
Spaß am Laufen“, sagt Irina Mikitenko. Dieses erste
Trainingslager in St. Moritz endet nach 18 Tagen.
„Danach bin ich drei Wochen zu Hause und
anschließend
wiederum drei Wochen in St. Moritz. Wenn ich dann zurückkomme,
ist
es nicht mehr lange bis zum WM-Rennen“, sagt Irina Mikitenko,
die
auch während des Trubels um Boris Beckers Hochzeit in St.
Moritz
war. „Da war einiges los hier. Aber unsere Trainingswege im
Wald
haben sie nicht benutzt, da hatten wir unsere Ruhe!“
Zweimal am Tag trainiert Irina Mikitenko in St. Moritz. Dabei kommen
jetzt zwischen 180 und 190 Kilometer pro Woche zusammen. Zurzeit steht
dabei noch der Kraft-Ausdauerbereich im Vordergrund, so dass auch
leichte Bergläufe in das Training integriert werden.
„Die
intensiveren Trainingseinheiten mit Tempoläufen auf der Bahn
folgen im nächsten Abschnitt“, erklärt
Irina Mikitenko,
die mit ihrem Mann und Trainer Alexander und ihrer Tochter in St.
Moritz ist. Ihr schulpflichtiger Sohn musste zu Hause bleiben und wohnt
währenddessen bei ihrer Mutter.
Das Wetter ist zurzeit in St. Moritz gut für das Training.
„Wir haben rund 20 Grad und nur Sonne“, berichtet
Irina
Mikitenko. „Irgendwann in der nächsten Zeit wird es
sicherlich wärmer, dann kann ich mich vielleicht etwas auf ein
mögliches Hitzerennen in Berlin vorbereiten.“
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15.05.2009
| Europas Leichtathletin des Monats
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Der Europäische Leichtathletik-Verband (European Athletics)
hat
Marathonläuferin Irina Mikitenko und den Diskus-Olympiasieger
Gerd
Kanter (Estland) als Athleten des Monats April ausgezeichnet. Irina
Mikitenko (TV Wattenscheid) gewann im April den Flora London-Marathon
in einer Jahresweltbestzeit von 2:22:11 Stunden, nachdem sie bei dem
Rennen bereits im Vorjahr überraschend triumphiert hatte.
Die aus Kasachstan stammende Athletin, die im vergangenen September den
real,- Berlin-Marathon in der deutschen Rekordzeit von 2:19:19 Stunden
gewonnen hatte, hat sich als Nummer eins im Marathon etabliert. In der
aktuellen World Marathon Majors (WMM)-Serie führt sie mit
einem
großen Vorsprung von 35 Punkten. Damit ist sie die klare
Favoritin auf den Jackpot von einer halben Million Dollar.
Die 36-Jährige, die bei Olympia in Sydney 200 Rang
fünf
über 5.000 m belegt hatte, wird bei den Weltmeisterschaften in
Berlin im August an den Start gehen. Nach ihrem zweiten
London-Marathon-Sieg gehört sie zu den großen
Favoritinnen
vor heimischem Publikum.
Es ist eine weitere Ambition von Irina Mikitenko ihr Trainings-Know-how
auch den Breitensportlern und ambitionierten Läufern zur
Verfügung zu stellen. Deswegen kooperiert sie seit kurzem mit
dem
Schweizer Online-Trainingsplaner VICSYSTEM.COM. Läufer
erhalten
hier entsprechend ihres Leistungsvermögens und ihrer Ziele
individuelle Trainingspläne.
Bei der Wahl zur europäischen Leichtathletin des Monats
belegten
hinter Irina Mikitenko die Olympia-Zweite Kjersti Tysse Plaetzer
(Norwegen/20 km Gehen) und die polnische Stabhochspringerin Sonia
Grabowska die nächsten Plätze. Die Wahl wird seit
Januar 2007
durchgeführt und soll herausragende Leistungen
europäischer
Athleten würdigen. European Athletics stellt die Sieger
monatlich
auf der Webpage des Verbandes vor. Bei der Abstimmung nehmen Leser der
Internetseite, Medienvertreter sowie ein Expertengremium des
europäischen Verbandes teil. Die Ergebnisse der drei Gruppen
gehen
zu jeweils 33,3 Prozent in die Wertung ein.
Weitere Informationen online unter: www.european-athletics.org
© race-news-service.com
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28.04.2009
| „Jetzt hoffe ich auf eine WM-Medaille“
Irina
Mikitenko mit der Siegertrophäe vor der Londoner Tower Bridge.
© Sailer/photorun.net
Nach ihrem zweiten Sieg in Folge beim Flora London-Marathon hofft Irina
Mikitenko nun auf eine Medaille beim Weltmeisterschafts-Marathon in
Berlin am 23. August.
Mit der zweitbesten Zeit ihrer Karriere von 2:22:11 Stunden hat sich
die Athletin des TV Wattenscheid auch in der Jahresweltbestenliste an
die Spitze gesetzt. Nach dem Flora London-Marathon gab Irina Mikitenko
das folgende Interview.
Mit etwas Abstand zu Ihrem Sieg am Buckingham Palast – wie
fühlen Sie sich jetzt, realisieren Sie den Erfolg jetzt erst
richtig?
Irina Mikitenko: „Ich
bin immer
noch sehr glücklich und so aufgewühlt, dass ich in
der Nacht
nach dem Rennen viel schlechter geschlafen habe als in der Nacht zum
Rennen. Der zweite Sieg in London bedeutet mir sehr viel. Denn als
Titelverteidigerin an den Start eines so großen Marathons zu
gehen, das ist mental keine einfache Sache. Ich wusste nicht so
richtig, wie man da am besten herangeht, denn so eine Situation hatte
ich noch nicht. Ich habe mich gefragt, was ist, wenn ich
,nur’
Zweite werde? Dabei ist ja in London auch ein dritter Platz ein tolles
Ergebnis. Der Sieg in einer solchen Situation gibt mir viel
Selbstvertrauen, auch im Hinblick auf die WM.“
Waren Sie überrascht, dass Läuferinnen wie
Constantina Dita,
Catherine Ndereba, Gete Wami und Berhane Adere zu keiner Zeit in der
Spitzengruppe liefen?
Irina Mikitenko: „Ja,
das war
ich. Denn ich hatte sie alle in der Führungsgruppe erwartet.
Ich
hatte mit einem ähnlichen Rennen wie 2008 gerechnet, als alle
Favoritinnen vorne dabei waren.“
Hatten Sie nach dem Rennen gleich Kontakt mit Ihren Kindern, Alexander
und Vanessa?
Irina Mikitenko: „Meine
Eltern
haben zu Hause zusammen mit meinen beiden Kindern das Rennen im
Fernsehen angeschaut. Ich glaube, sie saßen schon seit
Samstagabend vor dem Fernseher, um nichts zu verpassen …
Unmittelbar nach dem Ziel haben sie SMS geschickt und später
haben
wir über Skype telefoniert und uns dadurch auch sehen
können.
Sie freuen sich alle riesig über diesen Sieg. Meine kleine
Tochter
hatte mir gesagt, Mama, lauf schnell, damit Du schneller wieder nach
Hause kommst. Dann war sie enttäuscht, dass ich trotzdem
länger bleiben musste, weil ich am Montag erst noch PR-Termine
wahrnehmen musste und dadurch erst abends zurückfliegen
konnte.“
Wie bereiten Sie sich jetzt auf den WM-Marathon vor?
Irina Mikitenko:
„Bis zu den
Weltmeisterschaften bleibt für ein Marathontraining gar nicht
so
viel Zeit. Ich mache jetzt zwei Wochen Pause, um mich zu erholen und
dann beginnt die Vorbereitung für Berlin. Leider bleibt
voraussichtlich gar keine Zeit, um im Frühjahr weitere
Wettkämpfe zu rennen. Das ist schade, denn die Form
wäre ja
da. Aber die WM hat Priorität. Wahrscheinlich wird
der
WM-Marathon mein nächstes Rennen sein. Die Trainingsplanung
für die WM wird so aussehen wie im vergangenen Jahr. Ich werde
wieder in St. Moritz trainieren. Aber ich will versuchen, die
Trainingsumfänge noch etwas zu steigern. Meine
größte
Angst ist die eventuelle Hitze in Berlin bei der WM, denn ich bin keine
Hitzeläuferin. Ganz schlimm ist es im Marathon, wenn die Sonne
scheint. Aber trotzdem hoffe ich, dass ich eine WM-Medaille gewinnen
kann. Dass ich nach
dem London-Sieg zu den Favoritinnen gehöre, behagt mir nicht
– aber
andererseits habe ich gezeigt, dass ich auch mental stark bin und damit
umgehen kann.“
In der WMM-Wertung sind Sie mit klarem Vorsprung Erste, Sie haben die
Maximalpunktzahl von 75 aus drei Läufen – wie
bewerten Sie
Ihre Chancen, als erste Läuferin zum zweiten Mal den Jackpot
zu
knacken?
Irina Mikitenko: „In
der
WMM-Serie habe ich jetzt sicher eine sehr gute Position. 35 Punkte
Vorsprung noch aufzuholen, wird für die anderen
Läuferinnen
sehr schwer, zumal ich ja auch noch einen Lauf in die Wertung
einbringen kann. Die Chancen stehen ausgezeichnet für mich,
aber
man soll natürlich niemals nie sagen.“
© race-news-service.com
| 26.04.2009
| Zweiter Triumph beim London-Marathon
Irina
Mikitenko sagt wo es lang geht in London: Hier läuft sie vor
Mara Yamauchi und Zhou Chunxiu (rechts).
© Sailer/photorun.net
Irina Mikitenko hat in beeindruckender Manier zum zweiten Mal in Folge
den Flora London-Marathon gewonnen. Die 36-jährige
Läuferin
triumphierte beim hochkarätigsten Cityrennen des Jahres
über
die klassische Distanz in der Jahresweltbestzeit von 2:22:11 Stunden
vor der überraschend starken Britin Mara Yamauchi (2:23:12)
und
der russischen Debütantin Liliya Shobukova (2:24:24). Es ist
die
zweitschnellste Zeit der deutschen Rekordlerin (2:19:19) aus
Freigericht (Hessen), die nach ihrem ersten Marathon (Zweite in Berlin
2007) alle folgenden drei Läufe über die 42,195 km
gewonnen
hat.
London bietet offenbar das perfekte Pflaster für Irina
Mikitenko.
Dreimal ging die deutsche Marathon-Rekordlerin bisher bei einem
Straßenrennen in der britischen Metropole an den Start,
dreimal
hieß die Siegerin Irina Mikitenko. Am Sonntag ließ
die
Läuferin des TV Wattenscheid sowohl die Olympiasiegerin
Constantina Dita (Rumänien) als auch die Weltmeisterin
Catherine
Ndereba (Kenia) hinter sich. Zwischen diesen beiden Siegen war sie an
der Themse auch bei einem 10-km-Straßenlauf nicht zu
schlagen.
Mit dem zweiten Erfolg in London ist Irina Mikitenko nun in der
Favoritenposition für den Weltmeisterschafts-Marathon in
Berlin am
23. August, dem Tag ihres 37. Geburtstages. „Ich bin
überglücklich, in London gewonnen zu haben, aber die
Rolle
der WM-Favoritin gefällt mir gar nicht“, sagte Irina
Mikitenko, die auch in London im Vorfeld mit einer deutlich
höheren Erwartungshaltung zurecht kommen musste.
„Das zweite
Mal in London zu gewinnen, war schwerer als der Sieg vor einem Jahr,
denn ich stand doch ziemlich unter Druck.“
Favoritin ist Irina Mikitenko nun auch in der World Marathon Majors
(WMM)-Serie 2008-2009. Nachdem sie im vergangenen Herbst bereits die
Zwei-Jahres-Wertung 2007-2008 gewonnen hatte, führt sie nun
mit
der Maximalpunktzahl von 75 aus drei Rennen
(Siege in London 2008 und 2009 sowie Berlin 2008) und hat bereits 35
Zähler Vorsprung. Hier geht es um eine Prämie von
500.000
Dollar. Auch bei den Männern führt in der WMM-Serie
der
London-Sieger mit einem schon vorentscheidenden 35-Punkte-Vorsprung:
Olympiasieger Sammy Wanjiru hat 65 Zähler.
80.000 Dollar an Sieg- und Zeitprämien verdiente Irina
Mikitenko
sich für ihren souveränen Erfolg in London, bei dem
sie
frühzeitig das Geschehen dominierte. Während die
deutsche
Titelverteidigerin die Halbmarathonmarke an der Tower Bridge nach
1:10:53 Stunden gemeinsam mit der überraschend starken Britin
Mara
Yamauchi und der chinesischen London-Marathon-Siegerin des Jahres 2007,
Zhou Chunxiu, erreichte, lagen Weltmeisterin Catherine Ndereba (Kenia)
und Olympiasiegerin Constantina Dita (Rumänien) bereits mit
über einer Minute zurück. Sie konnten Irina Mikitenko
zu
keiner Zeit gefährden. Anders sah das mit Mara Yamauchi aus.
Nachdem die Olympia-Dritte Chunxia nach 28 km zurückgefallen
war,
leistete die Britin, die in Peking Rang sechs belegt hatte, starke
Gegenwehr und ließ sich nicht so leicht abschütteln.
„Ich wusste, dass Mara 2:22 Stunden laufen wollte, aber ich
dachte mir, dass ich sie gegebenenfalls in einem Schlussspurt schlagen
könnte“, sagte Irina Mikitenko, die über
eine deutlich
bessere Grundschnelligkeit verfügt als die Britin. Zwischen
Kilometer 35 und 40 fiel die Entscheidung zugunsten von Irina
Mikitenko, die am Ende noch einen Vorsprung von gut einer Minute auf
Yamauchi (2:23:12) herauslief. Dritte wurde überraschend die
russische Debütantin Liliya Shobukova in 2:24:24.
„Ich musste immer das Tempo an der Spitze hoch halten, damit
die
Verfolgergruppe nicht mehr herankommen konnte. Das war nicht leicht,
denn auf der zweiten Hälfte hatten wir auch
Gegenwind“,
sagte Irina Mikitenko, der in London als erste Frau seit Paula
Radcliffe (Großbritannien) eine Titelverteidigung gelang. Die
Weltrekordlerin hatte 2002 und 2003 gewonnen. Mikitenko könnte
nun
im nächsten Jahr den London-Rekord von Katrin
Dörre-Heinig
einstellen: Die einzige andere deutsche Siegerin des Rennens an der
Themse gewann von 1992 bis ’94 dreimal in Folge.
Für ein hochkarätiges Ergebnis sorgte im Rennen mit
36.000
Läufern der Olympiasieger: Sammy Wanjiru (Kenia) gewann nach
einem
spannenden Zweikampf mit Tsegay Kebede mit zehn Sekunden Vorsprung in
2:05:10 Stunden vor dem Äthiopier. Damit stellte der erst
22-jährige Wanjiru einen Streckenrekord auf und lief die
neuntschnellste Zeit aller Zeiten. Dritter wurde Jaouad Gharib
(Marokko) in 2:05:27.
Ergebnisse:
|
1.
Irina Mikitenko
|
GER
|
2:22:11
|
|
2.
Mara Yamauchi
|
GBR
|
2:23:12
|
|
3.
Liliya Shobukova
|
RUS
|
2:24:24
|
|
4.
Svetlana Zakharova
|
RUS
|
2:25:06
|
|
5. Berhane Adere
|
ETH
|
2:25:30
|
|
6.
Inga Abitova
|
RUS
|
2:25:55
|
|
7.
Catherine Ndereba
|
ETH
|
2:26:22
|
|
8.
Tomo Morimoto
|
ETH
|
2:26:29
|
© race-news-service.com
|
23.04.2009
| „Ich habe gut trainiert und will in London
gewinnen“
© photorun.net
Am kommenden
Sonntag
startet Irina Mikitenko (TV Wattenscheid) als Titelverteidigerin beim
Flora London-Marathon. Die Konkurrenz könnte kaum
hochkarätiger sein, denn alle drei Medaillengewinnerinnen des
olympischen Rennens von Peking sind am Start: Olympiasiegerin
Constantina Dita (Rumänien/Bestzeit: 2:21:30), die
Silbermedaillengewinnerin Catherine Ndereba (Kenia/2:18:47), die
zugleich Weltmeisterin ist, und die drittplatzierte Chinesin Zhou
Chunxiu (2:19:51), die an der Themse vor zwei Jahren gewonnen hatte.
Gemessen an der persönlichen Bestzeit, die in einem solchen
Rennen
aber nur bedingt aussagekräftig sein kann, ist Irina Mikitenko
mit
ihrem deutschen Rekord von 2:19:19 die Nummer zwei im Feld.
Mit welchen Zielen gehen Sie beim Flora London-Marathon an den Start?
Irina Mikitenko: Meine
Einstellung
ist bei jedem Rennen gleich: Ich möchte immer gewinnen
–
auch am Sonntag. Ich weiß, dass der Flora London-Marathon ein
schweres und hartes Rennen wird, aber ich habe mich darauf eingestellt.
An den Start zu gehen und zu sagen, vielleicht werde ich Dritte oder
Vierte, das ist nicht mein Ding. Ich weiß, dass ich gut
trainiert
habe und werde mein Bestes geben.
Zu ihren Gegnerinnen gehören am Sonntag unter anderen alle
drei
Marathon-Medaillengewinnerinnen der Olympischen Spiele von Peking. Was
für eine Art von Rennen erwarten Sie?
Irina Mikitenko: Das
Frauen-Elitefeld
in London ist sicher eines der besten, das es bei einem City-Marathon
bisher gegeben hat. Es sind eine ganze Reihe von sehr starken
Läuferinnen dabei. Da zuletzt keine von meinen Konkurrentinnen
in
einem Wettkampf gestartet ist, kann ich nicht sagen, wer am besten in
Form ist und die stärkste Gegnerin sein könnte. In
London
weiß man nie, was kommt: Letztes Jahr habe ich ein schnelles
Rennen erwartet, es wurde dann ein taktisches. Man muss für
beides
bereit sein, wobei ich hoffe, dass es schneller wird als das der Frauen
am Montag in Boston. Wenn es taktisch werden sollte, muss man
überlegen, wie man sich verhält und wann es clever
ist, die
Initiative zu ergreifen.
Stehen Sie als Vorjahressiegerin unter spürbar
größerem Druck, können Sie noch gut
schlafen?
Irina Mikitenko: Die
Erwartung ist
sicherlich größer als vor einem Jahr –
aber das kommt
auch von mir selbst und aus meinem Umfeld. Ich lasse mich aber nicht
unter Druck setzen. Ich kann auch noch sehr gut schlafen. Was mir hilft
ist, dass ich weiß, was in London auf mich zukommt. Im
letzten
Jahr war alles neu für mich – von den
Meilen-Streckenschildern bis zu den Verpflegungspunkten. Beim zweiten
Start ist es immer einfacher. Ich freue mich auf den Flora
London-Marathon.
Sie führen auch nach dem Boston-Marathon weiterhin in der
dritten
World Marathon Majors (WMM)-Serie 2008-2009. Wie genau beobachten Sie
die Punktewertung?
Irina Mikitenko: Ich
denke nicht so
sehr an die WMM, denn ich muss jetzt erst einmal einen guten Wettkampf
in London laufen und danach folgt das nächste Marathonrennen.
Dann
werden wir sehen, wo ich stehe. Aber wenn ich gut laufe, kommen die
Punkte von alleine. Natürlich weiß ich, wie ich in
der
WMM-Serie stehe, denn das ist ja nicht schwer zu errechnen. Aber ich
fange nicht an, vor einem Rennen zu überlegen, wie sich was in
der
Punktewertung ändern könnte. Wenn man das macht, wird
es
nichts mit dem Rennen.
Haben Sie durch Ihre großen Erfolge im vergangenen Jahr neue
Sponsoren?
Irina Mikitenko: Es
gibt seit kurzem
eine neue Kooperation mit dem Schweizer Online-Trainingsplaner
Vicsystem. In dieses System fließt jetzt mein Trainingswissen
und
meine Erfahrung ein. Hier erhalten Breitensportler und ambitionierte
Läufer individuelle Trainingspläne. Es war immer mein
Ziel,
mein Wissen weitergeben zu können und damit anderen
Läufern
zu helfen.
Haben Sie sich den Boston-Marathon im Fernsehen angeschaut?
Irina Mikitenko: Ja,
ich habe das
Rennen gesehen und hatte mir gewünscht, dass Kara Goucher
gewinnt.
Denn sie hat viel Führungsarbeit geleistet –
offenbar zu
viel. So fehlten ihr am Ende ein paar Sekunden. Die Taktik spielt eine
große Rolle bei diesen Rennen.
Sie haben wie im vergangenen Jahr in Kirgisien trainiert –
wieso ausgerechnet dort?
Irina Mikitenko: Das
Trainingsgebiet
in Kirgisien kenne ich noch von früher. Als ich in Kasachstan
lebte, habe ich schon dort trainiert. Zudem leben meine Schwiegereltern
heute noch nicht weit weg, was auch den Vorteil hat, dass sie auf meine
kleine Tochter aufpassen können während wir im
Trainingslager
sind. Entscheidend für Kirgisien spricht, dass ich dort in
einer
für mich idealen Höhe zwischen 1.600 und 1.700 Metern
rennen
kann. Das ist genauso hoch wie in St. Moritz, wo ich im Sommer
trainiere. In Kirgisien gibt es keinen Schnee und wir hatten dort
während der vier Wochen im März praktisch durchweg
Sonne und
beste Bedingungen. Ich trainiere nicht so gerne in höheren
Lagen
wie in Kenia oder den USA da die Regenerationszeit dann länger
dauert. 1.600 bis 1.700 Meter passen für mich ideal, da kann
ich
100 Prozent hart trainieren.
Wie viel haben sie maximal trainiert und wie ist die Form verglichen
zum vergangenen Jahr?
Irina Mikitenko: Ich
habe den
maximalen wöchentlichen Trainingsumfang im Vergleich zum
vergangenen Jahr um zehn Prozent steigern können. Bis zu 220
Kilometer bin ich pro Woche gelaufen, am Stück waren es
maximal
35. Vergleiche zum letzten Jahr sind schwer, denn es ist nie alles
immer genau gleich. Im Januar hatten wir zum Beispiel jetzt viel
Schnee, was schwierig war für das Training. Bei meinem
10-km-Wettkampf beim Paderborner Osterlauf hatte ich trotz des
Wärmeeinbruchs ein gutes Gefühl und die letzten
Tempo-Trainingsläufe waren auch gut. Die Form dürfte
so
ähnlich sein wie vor einem Jahr – ob sie vielleicht
besser
ist, kann ich erst am Sonntag nach dem Rennen sagen.
© race-news-service.com
| 16.04.2009
| Trainieren wie Irina bei Vicsystem
Breitensportler und ambitionierte Läufer können jetzt
vom Trainingswissen von Irina Mikitenko profitieren: Die World Marathon
Majors (WMM)-Siegerin kooperiert mit VICSYSTEM, einem
bewährten Schweizer Online-Trainingsplananbieter. VICSYSTEM
bietet individuelle Trainingspläne für Distanzen
zwischen 5.000 m und Marathon.
Irina Mikitenko (TV Wattenscheid) hat Sport studiert, ist ausgebildete
Sportlehrerin und verfügt über eine deutsche
B-Trainerlizenz. Ihr eigenes Training legt sie zusammen mit Ihrem
Ehemann Alexander fest, welcher selbst über 5.000 m eine
beachtliche Bestzeit von 13:39,95 Minuten hat.
Patric
Lüthi, der Geschäftsführer von
VICSYSTEM, setzt auf Irina Mikitenko.
© Foto: vicsystem.com
Nun stellt Irina Mikitenko ihr Wissen und ihre Erfahrung dem VICSYSTEM
zur Verfügung. VICSYSTEM (www.vicsystem.com) steht
für „run to victory – irinas training
system“ und ist mit Tausenden von Mitgliedern zu einer
führenden Plattform für Trainingspläne im
deutschsprachigen Raum geworden. Seit Anfang 2006 bietet
VICSYSTEM in Zusammenarbeit mit Spitzenläufern
Trainingspläne für Distanzen ab 5.000 m an, welche
für alle Leistungsklassen, vom Einsteiger bis zum
Spitzensportler, geeignet sind und sich dynamisch der individuellen
und sich durch das Training laufend verändernden
Leistungsfähigkeit anpassen.
„Wir sind stolz darauf, dank Irinas Unterstützung
noch mehr Know-how rund um das Langstreckentraining in unser
Trainingssystem aufnehmen zu können“,
erklärt der Gründer und
Geschäftsführer Patric Lüthi von VICSYSTEM.
„Dank Irinas Unterstützung können wir
sicherstellen, dass auch Hobbyläufer oder andere
Spitzensportler von den Erkenntnissen einer der weltbesten
Läuferinnen profitieren können.“
Irina Mikitenko, die am Sonntag nächster Woche als
Titelverteidigerin beim Flora London-Marathon an den Start gehen wird,
freut sich auf die neue Herausforderung: „Als ausgebildete
Sportlehrerin bin ich natürlich daran interessiert, dass
andere Läuferinnen und Läufer auch richtig
trainieren und von meinen Erfahrungen als Spitzenläuferin
profitieren können. Mit VICSYSTEM habe ich die idealen Partner
gefunden, um meine Erkenntnisse aus dem Trainingsalltag an ein breites
Publikum weitergeben zu können.“
Zum umfassenden Angebot gehören auch
regelmäßige Newsletter, worin die neuesten
Erkenntnisse aus der Trainingslehre und weitere Themen rund um das
Lauftraining behandelt werden. Irina wird in Zukunft auch bei
Trainingslagern und Laufwochen von VICSYSTEM als leitendes Mitglied
des Teams dabei sein, um ihre Erfahrung direkt an die Teilnehmer
weitergeben zu können.
© race-news-service.com
| 12.04.2009
| Irina Mikitenko nach Paderborn-Sieg bereit für London
© photorun.net
Titelverteidigerin Irina Mikitenko ist bereit für den Flora
London-Marathon am 26. April. Die deutsche Marathon-Rekordlerin
(2:19:19 Stunden) gewann das 10-km-Rennen beim Paderborner Osterlauf in
hochklassigen 31:22 Minuten. Das ist die zweitschnellste Zeit des
Jahres über diese Strecke und die zweitschnellste, die je eine
deutsche Läuferin über 10 km erreichte. Damit
krönte
Irina Mikitenko den Paderborner Osterlauf, bei dem die Rekordzahl von
gut 8.000 Meldungen registriert wurde.
“Ich bin froh über dieses Ergebnis und kann mit
dieser Zeit
sehr gut leben. Denn ich hatte mir ein Ergebnis von 31:30 Minuten
vorgenommen“, sagte die 36-jährige Irina Mikitenko,
die bei
dem Rennen nach 4 km die Führung übernahm und den
Lauf dann
dominierte. Die 5-km-Marke passierte sie wie geplant nach 15:45
Minuten. Auf der zweiten Hälfte konnte die Läuferin
des TV
Wattenscheid sogar noch etwas zulegen. Im Ziel war sie mit 31:22
über eine Minute schneller als die Kenianerinnen Sally
Barsosio
(32:25) und Alice Mogire (33:21).
Am vergangenen Montag war Irina Mikitenko aus ihrem
Höhentrainingslager in Kirgisien zurückgekehrt. Vier
Wochen
hatte sie dort gut trainieren können. „Am
fünften Tag
nach dem Höhentrainingslager an den Start zu gehen, ist sicher
nicht der ideale Zeitpunkt, aber entscheidend ist für mich
bezüglich des Timings das Rennen in London“, sagte
Irina
Mikitenko, die am Ostersonnabend bei Temperaturen zwischen 23 und
25° Celsius laufen musste. „Das war ein bisschen zu
warm
– ich fühlte mich danach etwas müde, was
aber auch
damit zusammen hängt, dass der Temperaturunterschied so
plötzlich gekommen war.“
Die Zeit von Irina Mikitenko ist die zweitschnellste in der Welt in
diesem Jahr. Nur Vivian Cheruiyot (Kenia), die in Puerto Rico mit 31:12
gewonnen hatte, ist in der Saisonbestenliste noch vor der Deutschen
platziert. Der nationale Rekord von Irina Mikitenko steht seit 2008 bei
30:57 Minuten. Der Sieg in Paderborn ist ein gutes Omen für
die
Läuferin, denn auch vor einem Jahr gewann sie dort beim
parallel
veranstalteten Halbmarathon. Anschließend triumphierte sie in
London.
© race-news-service.com
|
01.03.2009
| Irina Dritte beim
Rom-Ostia-Halbmarathon
© photorun.net
Mit einem dritten Platz ist Irina Mikitenko in das Wettkampfjahr 2009
gestartet. Die Läuferin des TV Wattenscheid rannte auf der
anspruchsvollen Strecke des Rom-Ostia-Halbmarathons 71:01 Minuten.
„Die Strecke war wie bei einem Berglauf, es ging
ständig auf
und ab. Darauf war ich nicht vorbereitet. Am Ende kamen dann auch noch
Regen und starker Wind hinzu“, sagte Irina Mikitenko. Die
36-Jährige war jedoch mit Platz drei und der Zeit zufrieden.
„Das war ein gutes Training mit ungeplanten Krafteinheiten am
Berg. Auf einer normalen Strecke müsste ich jetzt etwa eine
Minute
schneller laufen können. Das ist in Ordnung für den
jetzigen
Zeitpunkt. Wenn ich jetzt schon 68 Minuten laufen würde, dann
würde etwas in Richtung Trainingsaufbau für den
Flora London-Marathon nicht stimmen“, erklärte Irina
Mikitenko,
die am 26. April in der britischen Metropole als Titelverteidigerin an
den Start gehen wird und dann unter anderen auf
Marathon-Weltrekordlerin Paula Radcliffe (Großbritannien)
treffen
wird. Im Vorfeld des Flora London-Marathons will die deutsche
Marathon-Rekordhalterin (2:19:19 Stunden) noch bei einem 10-km-Rennen
laufen.
Nach dem Start in Rom lief Irina Mikitenko bei Temperaturen zwischen 10
und 12 Grad Celsius ihr eigenes Tempo und überließ
Anna
Incerti die Spitze. Die Italienerin gewann mit 69:24 Minuten.
Platz zwei belegte die Französin Christelle
Daunay (70:30), Vierte wurde Rosaria Console (Italien/73:20).
Bei den Männern dominierten die Kenianer den Halbmarathon in
Rom.
Elijah Keitany siegte in 60:59 Minuten vor seinen Landsleuten Evans
Cheruiyot (61:07) und Stephen Kibet (61:19).
© race-news-service.com
|
24.02.2009
| Start beim Rom-Ostia-Halbmarathon am Sonntag
© photorun.net
Am kommenden Sonntag beginnt Irina Mikitenko ihr Wettkampfjahr 2009.
Die Läuferin des TV Wattenscheid wird gut fünf Monate
nach
ihrem Triumph beim real,- Berlin-Marathon beim 35.
Rom-Ostia-Halbmarathon am 1. März an den Start gehen.
„Ich
freue mich, dass ich nach vielen Trainingswochen endlich wieder ein
Rennen laufen kann. Das ist wichtig, um zu sehen, wo ich
stehe“,
erklärt die 36-jährige Siegerin der World Marathon
Majors
(WMM)-Serie 2007-2008.
Irina Mikitenko hatte den geplanten Start beim Silvesterlauf in Trier
am 31. Dezember aufgrund einer Grippe absagen müssen.
„In
den letzten Wochen konnte ich ordentlich trainieren, auch wenn die
Voraussetzungen aufgrund des Wetters nicht ideal waren. Ich musste
deswegen für Tempotraining auch in die Leichtathletikhalle
nach
Frankfurt ausweichen“, sagt die deutsche Marathon-Rekordlerin
(2:19:19 Stunden). Bis zu 200 wöchentliche Trainingskilometer
hat
Irina Mikitenko in den letzten Wochen absolviert. In der Vorbereitung
auf den Flora London-Marathon, wo sie am 26. April als
Titelverteidigerin unter anderen auf Weltrekordlerin Paula Radcliffe
(Großbritannien) treffen wird, steht zurzeit viel
Ausdauertraining im Vordergrund.
„Ich hoffe, dass ich in Rom wieder einmal bei
wärmeren
Temperaturen laufen kann“, sagt Irina Mikitenko, die eine
Zeit
von etwa 70 Minuten anstrebt. „Für eine Bestzeit ist
es
jetzt noch etwas zu früh, denn bis zum Flora London-Marathon
sind
es ja noch neun Wochen. Und erst dann muss ich in Topform
sein.“
Ihre Halbmarathon-Bestzeit aus dem vergangenen Jahr steht bei 68:51
Minuten.
Zum ersten Mal in ihrer Karriere wird Irina Mikitenko beim
Rom-Ostia-Halbmarathon ein Handikap-Rennen laufen. Die
Topläuferinnen starten dabei neun Minuten vor dem Hauptfeld
mit
den Männer-Favoriten. „Eigentlich ist aufholen
einfacher als
vorneweg laufen. Aber das spielt für mich keine Rolle.
Für
mich geht es einfach um ein gutes Testrennen“, sagt Irina
Mikitenko, die in Rom unter anderen auf Kirsten Otterbu (Norwegen),
Christelle Daunay (Frankreich) sowie die beiden Italienerinnen Rosaria
Console und Anna Incerti treffen wird. Incerti ist Italiens neue
Marathon-Hoffnung. Die 29-Jährige belegte 2008 einen
beachtlichen
14. Platz beim olympischen Marathon und gewann dann im November den
Mailand-Marathon in persönlicher Bestzeit von 2:27:42 Stunden.
Dabei bezwang sie die große Favoritin und Titelverteidigerin
Pamela Chepchumba (Kenia).
© race-news-service.com
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09.01.2009
| Irina Leichtathletin des Jahres und zwei weitere Male vorne
© photorun.net
Zum ersten Mal hat Irina Mikitenko die Wahl zur deutschen
Leichtathletin des Jahres gewonnen. Mit großer Mehrheit
wählten die Leser der Fachzeitschrift
,Leichtathletik’ und
der Internetseite ,leichtathletik.de’ die erste deutsche
World
Marathon Majors-Siegerin. Irina Mikitenko erhielt fast ein Drittel
aller Stimmen. „Ich freue mich sehr über diese Wahl,
sie
bedeutet mir viel. Denn es ist schön zu sehen, dass die
Menschen
hinter mir stehen“, erklärte die
36-Jährige, die sich
zurzeit in Andalusien (Spanien) auf ihren nächsten
Marathonstart
in London (26. April) vorbereitet.
Irina Mikitenko erhielt bei der Wahl genau 31,3 Prozent der Stimmen.
Damit lag die Läuferin des TV Wattenscheid klar vor der
Hochspringerin Ariane Friedrich (21,7 %), der Speerwerferin Christina
Obergföll (17,0) und der Stabhochspringerin Silke Spiegelburg
(10,3). Die Ergebnisse wurden in ,Leichtathletik’
veröffentlicht. „Ich hatte nicht damit gerechnet,
diese Wahl
zu gewinnen, denn es gab ja auch eine olympische Medaillengewinnerin
und weitere Athletinnen, die Topleistungen gezeigt haben“,
erklärte Irina Mikitenko.
Auch international liegt Irina Mikitenko zweimal vorne. Das britische
Leichtathletik-Magazin ,Athletics Weekly’ hat in Kooperation
mit
dem internationalen Newsletter ,Athletics International’ die
Deutsche als beste Marathonläuferin des Jahres 2008
gewählt
– noch vor der Olympiasiegerin Constantina Dita
(Rumänien).
Auch beim US-Magazin ,Track&Field News’ liegt Irina
Mikitenko
im Marathon auf Platz eins.
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