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31.12.2008
| Sieben Rennen, sieben Siege: Wettkampfjahr 2008 ungeschlagen beendet
© photorun.net
Aufgrund einer starken Erkältung musste Irina Mikitenko ihren
geplanten Start beim Bitburger Silvesterlauf in Trier absagen. Damit
beendet die 36-jährige Läuferin des TV Wattenscheid
ihr
phänomenales Wettkampfjahr etwas früher als gedacht.
2008 hat
Irina Mikitenko alle ihre sieben Rennen gewonnen, darunter die
hochkarätigen Marathonläufe in London und Berlin.
Außerdem triumphierte sie bei der zweiten World Marathon
Majors
(WMM)-Serie 2007-2008.
Nach einer fiebrigen Erkältung über die
Weihnachtsfeiertage
ist Irina Mikitenko noch nicht wieder so weit gesund, dass sie bei dem
Silvesterlauf in Trier starten könnte. „Es tut mir
leid,
dass ich die Veranstalter und die Zuschauer in Trier
enttäuschen
muss, aber ich bin nicht fit und es macht keinen Sinn zu rennen. Ich
wäre wirklich gerne an den Start gegangen“,
erklärt
Irina Mikitenko, die am Dienstag einen Tag vor dem Rennen Gast bei der
Pressekonferenz der Veranstaltung war.
„Ich wünsche allen Lesern meiner Internetseite,
Läufern
und Zuschauern ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr“,
sagt
Irina Mikitenko. Anfang Januar wird sie mit ihrer Familie wie geplant
ins Trainingslager nach Spanien reisen. 2009 ist der London-Marathon am
26. April der erste große Höhepunkt, im Sommer folgt
dann
der WM-Marathon in Berlin am 23. August.
Die sieben
Siege im Jahr 2008:
| 1. |
Paderborner
Osterlauf (Halbmarathon) |
68:51
Minuten (deutsche Jahresbestzeit) |
| 2. |
Flora London-Marathon |
2:24:14 Stunden (deutscher Rekord) |
| 3. |
Deutsche Meisterschaft 10.000 m |
31:57,71 Minuten |
| 4. |
AVON-Running Berlin 10 km |
32:24 Minuten |
| 5. |
London 10.000 |
32:02 Minuten |
| 6. |
Deutsche
Meisterschaft Karlsruhe 10 km |
30:57
Minuten (Jahresweltbestzeit und deutscher Rekord) |
| 7. |
real,-
Berlin-Marathon |
2:19:19
Stunden (Jahresweltbestzeit und deutscher Rekord) |
© race-news-service.com
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16.12.2008
| Zwei weitere deutsche Rekorde
© photorun.net
Irina Mikitenko ist jetzt auch offiziell deutsche Rekordhalterin
über zwei weitere Distanzen. Beim real,- Berlin-Marathon hatte
die
36-jährige Läuferin des TV Wattenscheid die nationale
Bestmarke über die klassische Distanz auf 2:19:19 Stunden
geschraubt. Nun hat der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) auch ihre
beiden Durchgangszeiten bei 25 und 30 km als Rekorde anerkannt. Diese
Punkte erreichte Irina Mikitenko am 28. September nach 1:23:07
beziehungsweise 1:39:34 Stunden.
Möglich wurde die Anerkennung dieser beiden Rekorde, weil der
Berliner Race-Direktor Mark Milde an den Punkten jeweils ein komplettes
Kampfgericht positioniert hatte. Er hatte die
Rekord-Möglichkeit
vorher erkannt. Die Punkte erfüllen bezüglich ihrer
Lage auf
der Marathonstrecke auch die internationalen Regeln zur Anerkennung von
Straßenlauf-Rekorden. Den bisherigen deutschen 25-km-Rekord
hielt
die Berlinerin Kathrin Weßel (Ullrich) mit 1:24:41 Stunden.
Sie
war diese Zeit 1992 bei den 25 km von Berlin gelaufen. Über
die
30-km-Strecke führt der DLV nun auf Antrag von Mark Milde
erstmals
einen deutschen Rekord. International ist dies schon seit einigen
Jahren üblich.
© race-news-service.com
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06.12.2008
| Wird Irina Leichtathletin des Jahres?
© photorun.net
Gibt es zum Jahresende noch eine große Ehrung für
Irina
Mikitenko? Die London- und Berlin-Marathon-Siegerin, die sensationell
die World Marathon Majors (WMM)-Serie 2007-2008 gewann, ist eine von
acht Kandidatinnen für die Wahl zu "Deutschlands
Leichtathletin
des Jahres". Die Wahl wird vom Online-Portal "leichtathletik.de" sowie
der Fachzeitschrift "Leichtathletik" veranstaltet.
Klicken Sie auf den folgenden Link und beteiligen Sie sich an der Wahl
zu "Deutschlands Leichtathletin des Jahres". Unter allen Teilnehmern
werden insgesamt 52 Preise verlost.
www.leichtathletik.de/index.php?SiteID=497
© race-news-service.com
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02.12.2008
| „Ich habe seit langem kein so starkes Feld
bei irgendeinem Marathon gesehen“
© photorun.net
Als Titelverteidigerin wird Irina Mikitenko (TV Wattenscheid) am 26.
April beim Flora London-Marathon an den Start gehen. Die Verpflichtung
der deutschen Rekordhalterin (2:19:19 Stunden) gaben die Veranstalter
des Rennens heute ebenso offiziell bekannt wie die weitere Besetzung
des Frauen-Elitefeldes. „Ich habe seit langem kein so starkes
Feld bei irgendeinem Marathon gesehen“, sagte Irina
Mikitenko.
„Das wird ein sehr, sehr spannendes Rennen.“
Irina Mikitenko, die nach Siegen in London und Berlin 2008 sowie einem
zweiten Platz in Berlin 2007 die World Marathon Majors (WMM)-Serie
2007-2008 gewann, trifft am 26. April auf Weltrekordlerin Paula
Radcliffe (Großbritannien/2:15:25), Olympiasiegerin
Constantina
Tomescu-Dita (Rumänien) und Weltmeisterin Catherine Ndereba.
Die
Kenianerin hatte zudem in Peking wie schon 2004 olympisches Silber
gewonnen. Außerdem sind Zhou Chunxiu (China), Martha Tomu
(Kenia)
und Mara Yamauchi (Großbritannien) beim Flora London-Marathon
am
Start. Sie hatten in Peking die Plätze drei, fünf und
sechs
belegt.
„Ich bin gespannt, wie sich dieses Rennen entwickeln wird.
Bei
einem derart starken Feld kann man nichts prognostizieren“,
erklärte Irina Mikitenko. „Ich werde mich gut
vorbereiten
und hoffe, dass mich keine Verletzungen stoppen, so dass ich in London
mein Bestes geben kann. Dann werden wir sehen, was möglich
ist.“ Seit Anfang November ist Irina Mikitenko wieder im
vollen
Training. Zurzeit stehen dabei die Bereiche Ausdauer und Kraft im
Vordergrund. Ein erstes, zweiwöchiges Trainingslager ist
für
Anfang Januar in Andalusien (Spanien) geplant.
Aufgrund ihrer Siege in London und Berlin liegt Irina Mikitenko zurzeit
in der WMM-Serie 2008-2009 mit 50 Punkten alleine in Führung.
© race-news-service.com
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03.11.2008
| WMM-Triumph: „Es war ein komisches Gefühl, in New
York zuzuschauen“
Irina
Mikitenko mit der WMM-Trophäe in New York.
© photorun.net
Mit der ganzen Familie reiste Irina Mikitenko nach New York. Ihr Mann
Alexander war ebenso dabei wie die beiden Kinder Alexander (14 Jahre)
und Vanessa (3). Gekrönt wurde der ungewöhnliche
Familienausflug mit dem Triumph in der zweiten Serie der World Marathon
Majors (WMM), 2007-2008. Gemeinsam mit dem kenianischen Sieger Martin
Lel teilt sich Irina Mikitenko eine Million US-Dollar. Beim letzten
Rennen der Serie in New York konnten die Konkurrentinnen nicht mehr
genügend Punkte sammeln, um die alleinige Führung zu
übernehmen. Damit schaffte Irina Mikitenko ein Novum, denn mit
den ersten drei Marathonrennen ihrer Karriere sammelte sie
genügend Punkte, um das höchste Preisgeld im Marathon
zu gewinnen. Es ist zugleich die höchste Prämie, die
je ein deutscher Leichtathlet gewonnen hat.
„Ich habe die richtige Entscheidung getroffen, nicht in New
York an den Start zu gehen. Dass ich trotzdem die WMM-Serie gewonnen
habe, freut mich nun umso mehr“, erklärte Irina
Mikitenko, die fünf Wochen zuvor den Berlin-Marathon gewonnen
hatte. „Es war ein komisches Gefühl, nun in New York
nur zuzuschauen. Aber ich habe mir gesagt, egal wie es ausgeht, ich
kann sowieso nichts ändern. Als ich während des
Rennens im Ziel stand, war ich sehr aufgeregt – da
wäre ich eigentlich lieber gelaufen.“
Während Martin Lel bereits vor dem Rennen in New York als
Sieger feststand, lagen die Läuferin des TV Wattenscheid und
Gete Wami (Äthiopien) vor dem finalen Rennen der WMM-Serie
2007-2008 gemeinsam punktgleich an der Spitze. Da aber Wami als Sechste
in 2:29:25 Stunden ihr Punktekonto nicht verbessern konnte –
sie hätte Erste oder Zweite werden müssen –
und auch Catherine Ndereba nicht an den beiden Führenden
vorbeiziehen konnte – die Kenianerin hätte gewinnen
müssen, wurde aber Fünfte in 2:29:14 –
mussten die fünf Race-Direktoren der WMM bei den Frauen
abstimmen. Denn auch in den direkten Vergleichen zwischen Wami und
Mikitenko stand es mit 1:1 unentschieden. Das Votum fiel nach dem
Rennen einstimmig aus: zugunsten von Irina Mikitenko. Ein
entscheidendes Kriterium, das die Race-Direktoren in ihrer Abstimmung
berücksichtigten, war, dass Irina Mikitenko ihre 65 Punkte in
drei Rennen sammelte. Vier Läufe werden maximal gewertet. Gete
Wami kam in vier Rennen auf 65 Zähler. Zudem lief die
Äthiopierin in der Zwei-Jahres-Spanne bei zwei weiteren
WMM-Rennen, insgesamt also sogar bei sechs. Auch in der
Durchschnittszeit der gewerteten Läufe lag Mikitenko vor Wami.
Bevor die WMM Anfang 2006 gegründet wurden und das Regelwerk
fixiert wurde, hatten die Race-Direktoren gut zehn Jahre
zurückgerechnet. Nur einmal hätte es in den fiktiven
WMM-Wertungen dabei einen Punkt-Gleichstand gegeben (und zweimal
übrigens eine deutsche Siegerin: Uta Pippig 1995 und 1996).
Daher wurde für diesen Fall der ,direkte Vergleich’
als Entscheidungs-Kriterium mit in die Regeln aufgenommen. Eine
WMM-Entscheidung durch eine Abstimmung dürfte eher eine
Ausnahme bleiben.
Irina Mikitenko hat nun auch in der WMM-Serie 2008-2009 sehr gute
Chancen, denn sie liegt mit 50 Punkten aus zwei Rennen in
Führung. Zwei zweite Plätze könnten 2009
möglicherweise schon reichen, um die WMM ein zweites Mal zu
gewinnen. „Ich bin jetzt wieder in das Training eingestiegen
und blicke optimistisch auf das nächste Jahr“, sagte
Irina Mikitenko, die 2008 noch einmal an den Start gehen wird: beim
Silvesterlauf in Trier am 31. Dezember.
Endstand,
WMM-Serie 2007-2008
Frauen
| 1. |
Irina
Mikitenko (GER) |
65 Punkte |
|
2nd |
2007 Berlin |
15 |
|
1st |
2008 London |
25 |
|
1st |
2008 Berlin |
25 |
| 2. |
Gete
Wami (ETH) |
65 |
|
2nd |
2007 London |
15 |
|
1st |
2007 Berlin |
25 |
|
2nd |
2007 New York |
15 |
|
3rd |
2008 London |
10 |
| 3. |
Lidiya
Grigoryeva (RUS) |
55 |
|
1st |
2007 Boston |
25 |
|
4th |
2007 New York |
5 |
|
1st |
2008 Chicago |
25 |
| 4. |
Zhou
Chunxiu (CHN) |
50 |
|
1st |
2007 London |
25 |
|
2nd |
2007 World Championships |
15 |
|
3rd |
2008 Olympic Games |
10 |
|
Paula
Radcliffe (GBR) |
50 |
|
1st |
2007 New York |
25 |
|
1st |
2008 New York |
25 |
| 6. |
Catherine
Ndereba (KEN) |
42 |
|
1st |
2007 World Championships |
25 |
|
5th |
2007 New York |
1 |
|
2nd |
2008 Olympic Games |
15 |
|
5th |
2008 New York |
1 |
| 7. |
Constantina
Tomescu-Dita (ROU) |
35 |
|
3rd |
2007 London |
10 |
|
1st |
2008 Olympic Games |
25 |
|
4th |
2008 Chicago |
5 |
| 8. |
Alevtina
Biktimirova (RUS) |
30 |
|
2nd |
2008 Boston |
15 |
|
2nd |
2008 Chicago |
15 |
|
Jelena
Prokopcuka (LAT) |
30 |
|
2nd |
2007 Boston |
15 |
|
3rd |
2007 New York |
10 |
|
4th |
2008 Boston |
5 |
| 10. |
Berhane
Adere (ETH) |
25 |
|
1st |
2007 Chicago |
25 |
|
Dire
Tune (ETH) |
25 |
|
1st |
2008 Boston |
25 |
Männer
| 1. |
Martin
Lel (KEN) |
76 Punkte |
|
1st |
2007 London |
25 |
|
1st |
2007 New York |
25 |
|
1st |
2008 London |
25 |
|
5th |
2008 Olympic Games |
1 |
| 2. |
Robert
K. Cheruiyot (KEN) |
55 |
|
1st |
2007 Boston |
25 |
|
4th |
2007 Chicago |
5 |
|
1st |
2008 Boston |
25 |
|
Abderrahim
Goumri (MAR) |
55 |
|
2nd |
2007 London |
15 |
|
2nd |
2007 New York |
15 |
|
3rd |
2008 London |
10 |
|
2nd |
2008 New York |
15 |
| 4. |
Haile
Gebrselassie (ETH) |
50 |
|
1st |
2007 Berlin |
25 |
|
1st |
2008 Berlin |
25 |
| 5. |
Samuel
Wanjiru (KEN) |
40 |
|
2nd |
2008 London |
15 |
|
1st |
2008 Olympic Games |
25 |
| 6. |
Jaouad
Gharib (MAR) |
35 |
|
4th |
2007 London |
5 |
|
2nd |
2007 Chicago |
15 |
|
2nd |
2008 Olympic Games |
15 |
| 7. |
James
Kwambai (KEN) |
31 |
|
2nd |
2007 Boston |
15 |
|
5th |
2007 New York |
1 |
|
2nd |
2008 Berlin |
15 |
| 8. |
Evans
Cheruiyot (KEN) |
25 |
|
1st |
2008 Chicago |
25 |
|
Patrick
Ivuti (KEN) |
25 |
|
1st |
2007 Chicago |
25 |
|
Luke
Kibet (KEN) |
25 |
|
1st |
2007 World Championships |
25 |
|
Marilson
Gomes Dos Santos (BRA) |
25 |
|
1st |
2008 New York |
25 |
© race-news-service.com
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01.11.2008
| Spannende WMM-Entscheidung in New York
© photorun.net
Irina Mikitenko liegt in der zweiten Serie der World Marathon Majors
(WMM) 2007-2008 vor dem abschließenden Rennen in New York am
Sonntag gemeinsam mit der Äthiopierin Gete Wami an der Spitze.
Beide haben 65 Punkte. Während Wami in New York ebenso wie
Catherine Ndereba startet – die Kenianerin hat ebenfalls noch
eine WMM-Siegchance –, wird Irina Mikitenko das Rennen von
der
Ehrentribüne aus beobachten.
„Natürlich wäre das ein toller Erfolg, die
WMM-Serie zu
gewinnen. Aber ich sehe das so weit es geht gelassen. Man muss dabei
auch berücksichtigen, dass ich erst seit gut einem Jahr
Marathon
laufe – wer hätte gedacht, dass ich schon nach so
kurzer
Zeit in dieser großartigen Position bin? Das hätte
ich
selbst nie erwartet. Natürlich möchte ich in der
jetzigen
Situation sehr gerne die WMM-Serie gewinnen. Aber wenn das nicht
klappt, dann habe ich ja im nächsten Jahr wieder eine Chance.
Für die Serie 2008-2009 habe ich schon 50 Punkte
gesammelt“,
erklärt Irina Mikitenko.
Im Gegensatz zu Gete Wami, die im vergangenen Jahr nach Berlin auch
noch in New York startete und dadurch die erste WMM-Serie gewann, hat
sie sich mit Blick auf ihre zukünftige Karriere gegen einen
Start
in New York entschieden. „Im nächsten Jahr gibt es
auch noch
ein paar Rennen, bei denen ich gut laufen möchte. Wenn ich
zukünftig starte, dann möchte ich in dem Bereich
laufen
können wie in Berlin. Fünf Wochen sind einfach eine
viel zu
kurze Regenerationszeit. Eine Leistung wie in Berlin kann man nicht
alle fünf Wochen zeigen. In New York zu laufen und dann keine
Leistung zu bringen, das ist nicht mein Ding. Geld ist zudem
längst nicht alles. Ich war in diesem Jahr schon sehr
erfolgreich,
bin zufrieden und habe ja auch einiges verdient. Ich laufe vor allem,
weil es mir Spaß macht und ich würde auch nicht
meine
Gesundheit wegen des Geldes aufs Spiel setzen“, sagt Irina
Mikitenko.
Gete Wami müsste in New York mindestens Zweite werden, um die
WMM-Serie zu gewinnen. Schafft sie das nicht, hätte auch noch
Catherine Ndereba eine Chance. Sie müsste allerdings den New
York-Marathon gewinnen. Sollte die Frauen-Serie punktgleich zwischen
Irina Mikitenko und Gete Wami enden, würde eine Abstimmung
unter
den fünf WMM-Race-Direktoren entscheiden.
© race-news-service.com
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01.10.2008
| „Die 2:20-Barriere war ein Traum“
© photorun.net
Irina Mikitenko hat beim real,- Berlin-Marathon als erste deutsche Frau
die
2:20-Stunden-Barriere durchbrochen. Neben einem deutschen Rekord war
dies auch ein Altersklassen-Weltrekord für über
35-Jährige: Hier hielt bisher Lyudmila Petrova (Russland) die
Bestmarke mit 2:21:29, die sie 2006 in London gelaufen war. Irina
Mikitenko (TV Wattenscheid) ist nun im Alter von 36 die viertschnellste
Marathonläuferin aller Zeiten und hat die siebtschnellste Zeit
aller Zeiten erreicht. Nach dem Rennen in Berlin gab sie das folgende
Interview:
Wir fühlt man sich als viertschnellste Frau aller Zeiten?
Irina
Mikitenko:
„Sehr gut – das ist einfach der Wahnsinn. Ich
hätte
das nie geglaubt. Ich habe mir schon eine Zeit um die 2:21 Stunden
zugetraut, aber unter 2:20 zu laufen, stand heute eigentlich
nicht auf dem Plan. Es ist mein Traum gewesen, einmal den Marathon
unter 2:20 zu laufen.“
Hat Ihr Mann und Trainer, Alexander Mikitenko, Sie wieder versucht zu
bremsen wie in London und Berlin im vergangenen Jahr?
Irina
Mikitenko: „Ja,
das hat er. Der Plan war, dass er bis Kilometer 30 der Chef ist und ich
danach selbst entscheiden kann wie ich renne. Aber bei Kilometer 35 hat
er immer noch gesagt, ich laufe zu schnell. Da hab ich dann gedacht,
das geht doch nicht und habe ihm klar gemacht, dass ich jetzt so laufe
wie ich es denke. Schließlich habe ich bei den vergangenen
zwei
Marathonläufen [in Berlin 2007 und in London 2008] schon
einiges
an Erfahrung gesammelt und kann meinen Körper ganz gut
einschätzen.“
Wer hat denn zu Hause das Sagen, Sie oder Ihr Mann?
Irina
Mikitenko: „Na
ich. Das ist doch meistens so, dass die Frauen zu Hause Chef sind. Im
Training aber sollte immer der Trainer das Sagen haben.“
Wann war Ihnen im Rennen klar, dass Sie gewinnen könnten?
Irina
Mikitenko: „In
der ersten Hälfte bin ich nach Plan gelaufen und habe mein
eigenes
Rennen gemacht. Die anderen Frauen sind ja ziemlich schnell
losgelaufen. Nach der Hälfte, als ich dann eine nach der
anderen
überholt habe, wusste ich, dass ich auch gewinnen
könnte. Von
da an habe ich dann auch die Zeit im Auge gehabt. Aber im Ziel konnte
ich es trotzdem nicht fassen.“
Empfanden Sie, wie andere Läufer auch, die Bedingungen in
Berlin optimal?
Irina
Mikitenko: „Die
Bedingungen waren perfekt. Das Wetter war sehr gut und der Wind nicht
so stark. Am meisten muss ich mich aber bei meinen Pacemakern und den
Zuschauern an der Strecke bedanken. Meine Pacemaker haben mir bis zum
Schluss geholfen und die Zuschauer waren einfach spitze. Ich bin nicht
einen Meter gerannt, ohne meinen Namen und Beifall zu hören.
Das
war schon Wahnsinn. Ich habe noch nie so viele Menschen bei einem
Marathon gesehen. Alles zusammen hat mich das so angetrieben, dass
diese tolle Zeit herausgekommen ist.“
Wie geht es jetzt für Sie weiter?
Irina
Mikitenko: „Zunächst
muss ich mich erst einmal erholen. Dann werde ich aufgrund der
Situation in der World Marathon Majors-Serie nach New York fliegen.
Allerdings werde ich dort nicht laufen. Eine Leistung wie in Berlin
kann man nicht alle fünf Wochen zeigen. In New York zu laufen
und
dann keine Leistung zu bringen, das ist nicht mein Ding. Wenn ich
zukünftig starte, dann möchte ich in dem Bereich
laufen
können wie am Sonntag in Berlin. Fünf Wochen sind
einfach
eine viel zu kurze Regenerationszeit, zumal ich auch im
nächsten
Jahr noch gute Wettkämpfe laufen möchte. Geld ist
nicht
alles, ich war in diesem Jahr schon sehr erfolgreich, bin zufrieden und
habe ja auch einiges verdient.“
Sie können es sich in New York also auf der
Ehrentribüne
gemütlich machen und dann vielleicht am Ende eine
höhere
Prämie verdienen als alle anderen Läufer dort.
Schauen Sie
auf die World Marathon Majors-Wertung, in der sich der beste Mann und
die beste Frau eine Million US-Dollar teilen?
Irina
Mikitenko: „Wie
gesagt, Geld ist nicht alles. Ich laufe vor allem, weil es mir
Spaß macht und ich würde auch nicht meine Gesundheit
wegen
des Geldes aufs Spiel setzen – deswegen starte ich auch nicht
in
New York. Aber ich schaue jetzt natürlich auf die WMM-Serie,
denn
ich habe ja immer noch eine Chance zu siegen. Es hängt alles
von
drei anderen ab – Gete Wami, Catherine Ndereba und Chunxiu
Zhou.
Es wäre natürlich toll, diese riesige Prämie
zu
gewinnen. Man hat ja als Sportler auch keine endlos lange Karriere.
Aber wenn es jetzt nicht klappt, habe ich ja im nächsten Jahr
auch
noch eine Chance, denn in der Serie 2008-2009 liege ich inzwischen in
Führung.“
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Ihre Familie ist sicher stolz auf Sie?
Irina
Mikitenko:
„Oh ja. Mein Mann sowieso. Auch meine beiden Kinder sind
stolz
auf mich – sie machen aber auch mich stolz. Nachdem ich in
London
gewonnen hatte, haben sie bei meiner Heimkehr ein großes
Plakat
mit Luftballons am Haus aufgehängt, auf dem stand: Mama, wir
sind
stolz auf Dich. Das macht einen als Mutter auch stolz!“
Schauen sich die Kinder denn Ihre Rennen im Fernsehen an?
Irina
Mikitenko: „Meistens
ja. Es hängt ein bisschen von den Uhrzeiten ab. Mein
Großer
[Alexander, 14 Jahre] schaut eigentlich immer am Fernseher zu. Vanessa
[3 Jahre] ist noch etwas zu klein für das ganze Rennen. Aber
sie
bekommt natürlich auch alles mit. Vielleicht schaffen wir es
irgendwann einmal, beide zu einem Rennen mitzunehmen.“
Gibt es bei Ihnen zu Hause eine Wand oder ein Regal mit Erinnerungen an
Ihre Erfolge?
Irina
Mikitenko: „Ja,
wir haben schon vor einiger Zeit angefangen alles zu sammeln. Von jedem
Rennen habe ich Souvenirs, Startnummern, Trikots und andere Dinge
aufgehoben. Man lebt schließlich nur einmal und Erfolge
schaut
man sich auch im Rückblick gerne noch einmal an. Aus London
habe
ich beispielsweise mein Zielfoto. Es ist schön, Freunden etwas
zeigen zu können und das ist auch für mich selbst
motivierend.“
Inwieweit hat sich seit den Erfolgen Ihre Einstellung vor einem Rennen
verändert?
Irina
Mikitenko:
„Die Erwartungen, die ich an mich selbst stelle und die von
Außenstehenden kommen, sind größer
geworden. Der Druck
ist aber nicht viel größer geworden. Ich
möchte immer
gut laufen von daher entscheide ich mich nur für ein Rennen,
wenn
ich stark genug bin und davon überzeugt, vorne mit dabei zu
sein.
Meine Vorbereitung hat sich im Gegensatz zu früher auch
verändert. Ich habe viel lernen müssen bei den
Vorbereitungen
für die ersten beiden Marathonrennen. Früher habe ich
viel
weniger Umfänge trainiert. Heute kommen schon mal 200 km pro
Woche
zusammen. Aber ich kann mich auch in dieser Hinsicht noch steigern in
der Zukunft.“
Sie haben sich in diesem Jahr einige Träume erfüllt
– was kann da im Jahr 2009 noch kommen?
Irina
Mikitenko: „Das
Jahr 2008 war wirklich toll. Erst siegte ich in London und dann in
Berlin, wo ich im letzten Jahr erst meine Marathon-Karriere begonnen
hatte. Eigentlich hatte ich mir für dieses Jahr in Berlin
,nur’ den Sieg vorgenommen. Dass es dann eine so schnelle
Zeit
wurde, kann ich irgendwie immer noch nicht glauben. Im
nächsten
Jahr ist die WM in Berlin mein großes Ziel. Es wäre
klasse,
wenn ich den Erfolg vom real,- Berlin-Marathon bei der WM wiederholen
könnte. Beim Flora London-Marathon möchte ich
natürlich
im nächsten April meinen Titel verteidigen und vielleicht
schaffe
ich es dann auch noch, etwas von der Stadt zu sehen.“
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29.09.2008
| 2:20-Barriere beim Berlin-Marathon durchbrochen: Irina
viertschnellste aller Zeiten!
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Irina Mikitenko und Haile Gebrselassie haben mit fantastischen
Leistungen die 35. Auflage des real,- Berlin-Marathons gewonnen.
Vorangetrieben von den begeisterten Zuschauern wurde Irina Mikitenko
(TV Wattenscheid) in Berlin überraschend zur viertschnellsten
Marathonläuferin aller Zeiten. Die 36-Jährige
stürmte in 2:19:19 Stunden ins Ziel und schaffte es als erste
Deutsche, die 2:20-Stunden-Barriere zu durchbrechen. Vor einem
Millionenpublikum brach der Äthiopier seinen eigenen, im
vergangenen Jahr in der deutschen Hauptstadt aufgestellten Weltrekord
um 27 Sekunden und verbesserte die Marke auf 2:03:59.
Als neunte Läuferin in der Leichtathletik-Geschichte blieb
Irina Mikitenko unter 2:20 Stunden. Ihre Zeit ist zugleich eine
Jahresweltbestzeit und die siebtbeste Zeit aller Zeiten. Lediglich
Weltrekordlerin Paula Radcliffe (Großbritannien), die
Kenianerin Catherine Ndereba und Mizuki Noguchi sind bisher noch
schneller gelaufen als Irina Mikitenko. Um ein Haar hätte
Irina Mikitenko, die auf den olympischen Marathon aufgrund eines
Rückenproblems hatte verzichten müssen, in Berlin
auch noch den Streckenrekord der japanischen Olympiasiegerin von Athen
2004, Mizuki Noguchi, gebrochen. Sie war 2005 2:19:12 Stunden gelaufen.
Mikitenkos Zeit ist die zweitbeste einer Frau in der Geschichte der
Veranstaltung.
Zählt man die Resultate von Gebrselassie und Mikitenko in
Berlin zusammen, kommt eine Zeit von 4:23:18 Stunden heraus. In dieser
Hinsicht war nur ein Rennen jemals besser als der Berlin-Marathon: In
Chicago waren die Sieger 2002 insgesamt 4:23:14 gelaufen (Khannouchi
2:05:56 plus Radcliffe 2:17:18).
Beim größten und spektakulärsten deutschen
Marathon beteiligte sich am Sonntag die Rekordzahl von 40.827
Läufern aus 107 Nationen. 35.913 Läufer erreichten
das Ziel – so viele wie nie zuvor in Berlin. Ideal waren
einmal mehr die Wetterbedingungen in Berlin mit Temperaturen zwischen
12 und 16° Celsius sowie Sonnenschein. Der Wind war
längst nicht so stark wie an den Tagen zuvor vorhergesagt. Bei
den hervorragenden Bedingungen rannten unter anderen die ersten beiden
Männer und die Top-Drei-Frauen jeweils persönliche
Bestzeiten, teilweise verbesserten sie diese Marke um mehrere Minuten.
„Ich kann das noch gar nicht
realisieren“, sagte eine überglückliche
Irina Mikitenko im Ziel. Die Uhr zeigte 2:19:19 Stunden, als die 1,58
Meter große Langstrecklerin in ihrem dritten Marathon als
erste Deutsche nach Uta Pippig vor 13 Jahren diesen Marathon-Klassiker
gewann. Irina Mikitenko war das Harakiri-Tempo der Spitzengruppe am
Anfang des Rennens nicht mitgegangen. Nach 32:49 Minuten waren Askale
Tafa Magarsa, Shuru Deriba (beide Äthiopien) sowie die beiden
Kenianerinnen Helena Kirop und Rose Cheruiyot am Kilometerpunkt 10. Das
lief auf ein Endzeit von 2:18:30 hinaus – schneller war
bisher nur Paula Radcliffe. Doch auch Irina Mikitenko war mit 33:11 als
Vierte an diesem Punkt schon sehr schnell unterwegs – damit
war sie auf dem Weg zu einem Ergebnis um 2:20 Stunden.
Irina Mikitenkos Mann und Trainer Alexander, der auf dem Fahrrad das
Rennen beobachtete, war immer wieder bemüht, seine Frau etwas
zu bremsen. Das gelang ihm teilweise. Als die inzwischen nur noch
zweiköpfige Spitzengruppe – Magarsa und Kirop
– nach 69:37 Minuten den Halbmarathonpunkt erreichte, lag
Mikitenko mit 70:05 Minuten 28 Sekunden zurück, doch die
Spitze war nicht außer Reichweite. Und während die
36-jährige Deutsche, die in Berlin 80.000 Euro verdiente, ihr
Tempo beibehielt, kamen ihr zunächst Kirop und
schließlich auch Magarsa von vorne praktisch entgegen, denn
erwartungsgemäß wurden sie etwas langsamer.
Nach der 25-km-Marke kam Irina Mikitenko immer näher an die
inzwischen alleine führende Äthiopierin Magarsa heran
und holte sie bald danach ein. Einige Kilometer lief sie einen Meter
hinter ihr, dann ging sie vorbei und löste sich schnell
entscheidend von der erwartungsgemäß
stärksten Konkurrentin. In der Endphase des Rennens konnte
Irina Mikitenko noch einmal zulegen und kam somit auf 2:19:19 Stunden.
Damit steigerte sie sich um fast fünf Minuten. Askale Magarsa
lief erstklassige 2:21:31 Stunden als Zweite und verbesserte sich damit
ebenfalls deutlich. Dritte wurde Helena Kirop mit 2.25:01.
Die
schnellsten Frauen aller Zeiten
| 02:15:25 |
Paula Radcliffe |
GBR |
London 2003 |
| 02:18:47 |
Catherine Ndereba |
KEN |
Chicago 2001 |
| 02:19:12 |
Mizuki Noguchi |
JPN |
Berlin 2005 |
| 02:19:19 |
Irina Mikitenko |
GER |
Berlin 2008 |
| 02:19:36 |
Deena Kastor |
USA |
London 2006 |
| 02:19:39 |
Yingye Sun |
CHN |
Peking 2003 |
| 02:19:41 |
Yoko Shibui |
JPN |
Berlin 2004 |
| 02:19:46 |
Naoko Takahashi |
JPN |
Berlin 2001 |
| 02:19:51 |
Chunxiu Zhou |
CHN |
Seoul 2006 |
© race-news-service.com
|
23.09.2008
| „Wenn ich an den Start gehe, möchte ich auch
gewinnen“
Irina
Mikitenko spricht im Interview vor ihrem Start am Sonntag beim
35. real,- Berlin-Marathon über ihre Form, ihre Ziele in
Berlin und in der nächsten Zukunft sowie die Erfahrung, den
Olympia-Marathon nur vor dem Fernseher erlebt zu haben.
© photorun.net
Im Sommer verhinderte ein Rückenproblem Ihren Start bei den
Olympischen Spielen. Nun rennen Sie in Berlin statt in Peking. Wie lief
das Training in den letzten Wochen und Monaten?
Irina
Mikitenko: „Es war auch im Vorfeld von Olympia
nicht
so, dass ich gar nicht trainieren konnte. Ausdauertraining war immer
möglich, aber ich war lange Zeit einfach nicht in der Lage,
schnelle Trainingseinheiten zu rennen. Da bekam ich Rücken-
und Beckenbeschwerden, so dass ich auf Peking leider verzichten musste.
Seit rund vier Wochen kann ich jetzt aber auch wieder schnellere
Läufe machen, so dass ich mich auf Berlin gut vorbereiten
konnte. Ich habe Trainingswochen mit 180 bis 200 Kilometern hinter
mir.“
Wie lief Ihr Training verglichen zum Frühjahr, als Sie den
London-Marathon gewannen?
Irina
Mikitenko: „Durch die Verletzung ist das alles
anders
gewesen und man kann das nicht vergleichen. Aber die gute 10-km-Zeit
bei den Deutschen Meisterschaften in Karlsruhe zeigt mir, dass meine
Form gut ist – vielleicht ähnlich wie vor
London.“
Mit welchen Zielen fahren Sie nach Berlin?
Irina
Mikitenko: „Ich werde mein bestes geben und mein
Ziel
ist eigentlich bei jedem Rennen, dieses auch zu gewinnen. Wenn man von
vornherein mit einem dritten Platz zufrieden ist und sich quasi
geschlagen gibt, dann braucht man doch gar nicht erst zum Wettkampf zu
fahren. Ich möchte in Berlin auch meine Bestzeit weiter
steigern und unter 2:24 Stunden laufen. Dort gut zu laufen,
wäre auch ein gutes Zeichen im Hinblick auf den WM-Marathon in
Berlin im nächsten Jahr.“
Sie sind in diesem Jahr noch ungeschlagen.
Irina
Mikitenko: „Ja, ich habe alle meine
sechs Rennen
gewonnen. Das ist natürlich auch eine große
Motivation und man geht dann sehr selbstbewusst in den
nächsten Wettkampf. Der Sieg in London war natürlich
der Höhepunkt, so ein Erfolg beflügelt. Und in Berlin
riefen mir beim Avon-Frauenlauf im Mai die Zuschauer zu: ,Danke
für London’. Das war toll, und so hoffe ich, dass
ich jetzt auch den real,- Berlin-Marathon gewinnen kann.“
Sind Sie seit Ihrem Wechsel zum Marathon so stark wie nie zuvor?
Irina
Mikitenko: „Ich denke ja. Das
hängt auch damit
zusammen, dass mir seit dem Wechsel zum Marathon das Training viel mehr
Spaß macht. Dies wiederum kommt einerseits dadurch, dass
alles gut läuft und ich Erfolg habe. Es hängt aber
auch damit zusammen, dass ich weiß, dass ich mich noch weiter
verbessern kann. Man erhält zusätzliche Motivation,
wenn man weiß, dass man noch nicht an seine Grenzen
gestoßen ist. Ist das erst einmal der Fall, ist es
schwieriger, sich im Training zu motivieren.“
Was sind Ihre nächsten Ziele nach Berlin?
Irina
Mikitenko: „Im nächsten Jahr
werde ich als
Titelverteidigerin sicherlich in London starten. Und danach
möchte ich bei der WM in Berlin Marathon laufen. Ich hoffe,
das klappt.“
Wenn Sie in Berlin gewinnen und etwas Glück haben,
könnten Sie sogar noch die World Marathon Majors-Serie 2007
– 2008 gewinnen. Schauen Sie auf diesen Punktestand?
Irina
Mikitenko: „Ich konzentriere mich jetzt
erst einmal
vollkommen auf das Rennen in Berlin und will dort gut laufen. Danach
sehen wir, wie es bei den folgenden Läufen der WMM mit den
Punkten weitergeht.“
Haben Sie den Olympia-Marathon der Frauen im Fernsehen verfolgt? Was
haben Sie sich bei dem Rennverlauf gedacht?
Irina
Mikitenko: „Ja, ich habe mir das Rennen
nachts im
Fernsehen angeschaut und habe mich geärgert. Denn ich habe die
große Chance gesehen, die ich durch die Verletzung verpasst
habe. Irgendwann habe ich den Fernseher ausgeschaltet, denn ich konnte
das nicht mehr sehen. Dann aber habe ich ihn wieder eingeschaltet, weil
ich zu neugierig war und wissen wollte, wie es ausgeht.“
Das lässt sich aus der Ferne vielleicht schwer sagen
– meinen Sie, dass Sie den Mut gehabt hätten, mit
der späteren Siegerin Constantina Tomescu-Dita mitzulaufen,
als diese sich vor der Halbmarathonmarke aus der Spitzengruppe
löste?
Irina
Mikitenko: „Eigentlich bin ich ein Typ,
der etwas
riskiert und daher glaube ich, dass ich mitgelaufen wäre
… aber das ist natürlich immer schwer zu beurteilen
von zu Hause. Ich weiß ja zum Beispiel nicht, wie ich mit den
Bedingungen klargekommen wäre.“
Wie sieht es aus mit Olympia 2012?
Irina
Mikitenko: „Das ist sicherlich noch ein
weiter Weg,
aber London ist ein Ziel.“
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|
15.09.2008
| Start beim real,- Berlin-Marathon
Irina
Mikitenko lief 2007 als Zweite beim real,- Berlin-Marathon ein
glänzendes Debüt.
© photorun.net
Zwei Tage nach ihrem glänzenden Rennen bei den Deutschen
10-km-Meisterschaften in Karlsruhe hat sich Irina Mikitenko
entschieden: Sie wird beim real,- Berlin-Marathon am 28. September an
den Start gehen. Bei dem Rennen, das zu den World Marathon Majors (WMM)
gehört, war Irina Mikitenko vor einem Jahr ein bemerkenswertes
Debüt über die 42,195 km gelaufen. Damals wurde sie
Zweite in
2:24:51 Stunden. Beim Flora London-Marathon, den sie im April
überraschend gewonnen hatte, verbesserte sie sich auf die
offizielle deutsche Rekordzeit von 2:24:14 Stunden. Aufgrund dieses
Sieges führt sie zudem die WMM-Serie 2008 – 2009 an.
„Es ist schwierig, bei einem Marathon ein Ergebnis zu
prognostizieren. Aber wenn ich an den Start gehe, will ich immer
gewinnen“, sagt die 36-jährige Läuferin des
TV
Wattenscheid.
Hochklassig hatte sich Irina Mikitenko nach ihren
Rückenproblemen,
die einen Start beim olympischen Marathon verhindert hatten, am
Sonnabend zurückgemeldet: Bei den Deutschen Meisterschaften
über 10 km in Karlsruhe lief sie 30:57 Minuten. Mit dieser
Zeit
sortiert sie sich in der Liste der besten Läuferinnen aller
Zeiten
auf Rang acht ein. Das Ergebnis bedeutete neben einem deutschen Rekord
auch eine Jahresweltbestzeit über die Straßendistanz.
Die Zeit von Karlsruhe deutet darauf hin, dass Irina Mikitenko ihre
Marathon-Bestzeit auf der schnellen Berliner Strecke weiter steigern
kann. „Es ist mein Ziel, eine Zeit unter 2:24 Stunden zu
erreichen, aber ich kann nicht genau sagen, was möglich
ist“, sagt Irina Mikitenko. „Berlin zu gewinnen,
ist eine
besondere Herausforderung. Dort gut zu laufen, wäre auch ein
gutes
Zeichen im Hinblick auf den WM-Marathon in Berlin im nächsten
Jahr.“ Die 36-Jährige könnte in Berlin als
erste
Deutsche nach Uta Pippig 1995 gewinnen. Schärfste Konkurrentin
dürfte am 28. September die Äthiopierin Askale Tafa
sein. Sie
steigerte sich im Januar beim Dubai-Marathon auf 2:23:23 Stunden. Stark
einzuschätzen sind in Berlin zudem die beiden Kenianerinnen
Rose
Cheruiyot (2:25:48) und die Vorjahres-Dritte Helena Kiprop (2.26:27).
„Berlin war für mich immer ein gutes Pflaster
– egal
ob bei meinem deutschen Rekord über 5.000 Meter, beim
Marathon,
Halbmarathon oder Avon-Frauenlauf“, erklärt Irina
Mikitenko,
warum die Wahl auf den real,- Berlin-Marathon fiel.
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|
13.09.2008
| Perfekter Test: deutscher 10-km-Rekord, achtschnellste aller Zeiten
Hochklassig hat sich Irina Mikitenko nach ihren
Rückenproblemen,
die einen Start beim olympischen Marathon verhindert hatten,
zurückgemeldet: Bei den Deutschen Meisterschaften
über 10 km
in Karlsruhe lief die 36-jährige Athletin des TV Wattenscheid
zu
einem eindrucksvollen Sieg in 30:57 Minuten. Mit dieser Zeit sortiert
sie sich in der Liste der besten Läuferinnen aller Zeiten auf
Rang
acht ein! Das Ergebnis bedeutete neben einem deutschen Rekord auch eine
Jahresweltbestzeit über die Straßendistanz.
© photorun.net
„Ich wollte gewinnen und testen, wo ich nach der
Wettkampfpause
stehe“, sagte Irina Mikitenko, die bei kühler und
nasser
Witterung auf der Rundstrecke von Beginn an die Initiative ergriffen
hatte. In der ersten der vier Runden lief Irina Mikitenko noch zusammen
mit Sabrina Mockenhaupt (Köln Marathon), danach konnte ihre
Rivalin nicht mehr mithalten. Mockenhaupt wurde schließlich
Zweite in flotten 31:50 Minuten, Susanne Hahn (schlau.com
Saarbrücken) belegte Rang drei mit 32:53.
„Als ich bei 5 km die Zwischenzeit von 15:27 Minuten sah,
dachte
ich, oh, das ist ja ganz schön schnell. Ich habe dann versucht
das
Tempo zu halten und hatte keine Probleme“, sagte Irina
Mikitenko,
die in Karlsruhe ihren eigenen, fünf Jahre alten deutschen
Rekord
(31:28) brach. Die Jahresweltbestzeit von Hilda Kibet (Holland)
verbesserte sie um vier Sekunden. „Ich werde einen
Herbst-Marathon laufen. Da ich mich heute sehr gut gefühlt
habe,
werde ich schnell entscheiden, wo ich laufen werde“, sagte
Irina
Mikitenko, die in Karlsruhe ihre lupenreine Serie fortsetzte: Sie hat
alle ihre sechs Rennen dieses Jahres gewonnen. Höhepunkt war
dabei
der Triumph beim London-Marathon im April.
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|
11.09.2008
| Start bei Deutschen Straßenlauf-Meisterschaften
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Rund dreieinhalb Monate nach ihrem letzten Rennen wird Irina Mikitenko
am Sonnabend erstmals wieder an den Start gehen. Sie läuft bei
den
Deutschen Meisterschaften im 10-km-Straßenrennen in Karlsruhe
am
13. September.
Die Läuferin des TV Wattenscheid, die aufgrund eines Problems
im
Bereich des Rückens und Beckens auf den geplanten
Marathon-Start
bei den Olympischen Spielen in Peking verzichten musste, kann seit rund
drei Wochen wieder Tempoläufe trainieren.
„Ausdauertraining
war nie ein Problem, aber Tempoläufe waren zeitweise einfach
nicht
möglich“, sagt die 36-jährige
Läuferin des TV
Wattenscheid.
Die Überraschungs-Siegerin des Flora London-Marathon plant im
Herbst einen Marathonstart. „Bei den Deutschen
10-km-Meisterschaften will ich mein bestes geben und sehen, wo ich
stehe. Danach entscheide ich dann, wo ich Marathon laufen
werde“,
erklärte Irina Mikitenko.
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| 03.08.2008
| Olympia-Aus aufgrund von Rückenproblemen
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Irina Mikitenko muss auf ihren geplanten Start bei den Olympischen
Spielen verzichten. Ein Problem im Bereich des Rückens und
Beckens stoppt die Marathonläuferin des TV Wattenscheid, die
in Topform in Peking durchaus für eine Überraschung
hätte sorgen können. Mit ihrem Sieg beim
London-Marathon im April gegen hochkarätige Konkurrenz hatte
sie sich in der Weltelite etabliert. Doch nun musste Irina Mikitenko
ihre Teilnahme an dem olympischen Klassiker absagen. „Ich bin
sehr enttäuscht, dass ich nicht bei den Olympischen Spielen
über die Marathondistanz antreten kann“, sagt Irina
Mikitenko und fügt hinzu: „Ich wollte nur an den
Start gehen, wenn ich auch in entsprechender Form bin und nicht als
,Touristin’ nach Peking reisen.“
Bereits seit mehreren Wochen behinderten die 35-Jährige
Rückenprobleme beim Training. So konnte sie keine schnellen
Tempo-Ausdauerläufe absolvieren, die in der Vorbereitung auf
den Marathon eine entscheidende Rolle spielen. Am Ende lief Irina
Mikitenko die Zeit davon. Sie hatte keine Chance mehr, rechtzeitig
für Olympia in Form zu kommen.
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| 26.05.2008
| Erneuter Sieg in
London
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Irina Mikitenko
bleibt im Olympiajahr ungeschlagen. Die 35-jährige
Läuferin
des TV Wattenscheid gewann heute die Premiere der ,London
10.000’. Bei dem hochkarätigen
10-km-Straßenlauf durch
die britische Metropole siegte Irina Mikitenko trotz Regen, Wind und
kühlen Temperaturen von rund 10 Grad überlegen in
32:02
Minuten vor der Britin Mara Yamauchi (32:26) und der Ungarin Aniko
Kalovics (32:59). Damit hat sie 2008 alle ihre bisher fünf
Rennen
gewonnen, darunter den London-Marathon im April in deutscher Rekordzeit
von 2:24:14 Stunden.
„Ich
bin sehr zufrieden mit dem Rennen bei sehr unangenehmen
Wetterbedingungen auf einem welligen Kurs. Schade, dass es nicht ganz
zu einer Zeit von unter 32 Minuten gereicht hat, aber der
fünfte
Sieg in Folge war mir wichtiger als die Zeit“, sagte Irina
Mikitenko, die die erste Hälfte in 16:18 Minuten gelaufen war.
Danach forcierte sie das Tempo und ließ die Yamauchi und
Kalovics
hinter sich. Irina Mikitenko wird sich nun auf den Marathon bei den
Olympischen Spielen vorbereiten. „Vielleicht laufe ich in der
Vorbereitung auf Peking noch einen Halbmarathon“,
erklärte
sie.
Bei den Männern siegte in London Micah Kogo. Der kenianische
Weltklasseläufer rannte auf dem Kurs, der teilweise identisch
ist
mit der olympischen Marathonstrecke im Jahr 2012, 28:08 Minuten und
hatte sieben Sekunden Vorsprung vor dem Halbmarathon-Weltmeister
Zersenay Tadese (Eritrea). Dritter wurde der Brite Mo Farah in 28:39.
Über 6.000 Läufer gingen an dem Feiertag in London an
den
Start.
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|
17.05.2008 | Auch beim Berliner Frauenlauf eine
Klasse für sich
Im Olympiajahr 2008 ist
Irina
Mikitenko weiterhin nicht zu schlagen. Viermal ist die
Läuferin des TV
Wattenscheid bisher an den Start gegangen – und jedes Mal hat
sie
gewonnen. Im Alter von 35 Jahren erlebt die zweifache Mutter die beste
Frühsaison ihrer Karriere. Nach dem Streckenrekord beim
Paderborner
Halbmarathon im März (68:51 Minuten) folgte der
größte Erfolg ihrer
Karriere im April: der überraschende Triumph beim
London-Marathon mit
deutscher Rekordzeit von 2:24:14 Stunden. Im Alleingang wurde sie dann
vor gut zwei Wochen Deutsche Meisterin über 10.000 m, und nun
gewann
Irina Mikitenko auch den Avon-Running Frauenlauf in Berlin, bei dem die
Rekordzahl von 13.048 Teilnehmerinnen registriert wurde,
überlegen.
Über
die 10-km-Distanz im Berliner Tiergarten lief sie bei der 25. Auflage
des Rennens dabei mit 32:24 Minuten die zweitschnellste je bei dieser
Veranstaltung gelaufene Zeit. „Es war für mich ein
Rennen aus dem
Training heraus“, sagte Irina Mikitenko, die mit deutlichem
Vorsprung
vor Melanie Kraus (Bayer Leverkusen/33:23) und Carmen Siewert (LG
Vorpommern Greifswald/35:07) gewann. Rund fünf Kilometer lang
lief sie
gemeinsam mit Melanie Kraus, die erst knapp zwei Wochen zuvor den
Düsseldorf-Marathon gewonnen hatte. Dann konnte die
Leverkusenerin
nicht mehr mithalten. Das war keine Überraschung, auch nicht
für
Melanie Kraus. Irina Mikitenko laufe in einer anderen Liga,
erklärte
Melanie Kraus, die sich aber darauf freut, „gemeinsam mit ihr
in Peking
bei den Olympischen Spielen im Marathon an den Start zu
gehen“.
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Bei
ihrem lockeren Sieg verpasste Irina Mikitenko den sieben Jahre alten
Kursrekord von Restituta Joseph (Tansania) nur um zehn Sekunden. Doch
das störte sie nicht weiter: „Ich kannte die Marke
nicht, ansonsten
hätte ich sie brechen können.“
„Ich hoffe, dass
ich die Siegserie fortsetzen
kann“, sagt Irina Mikitenko mit Blick auf ihren
nächsten
Start bei einem 10-km-Rennen am 26. Mai in London. „Aber das
wird nicht
so einfach, denn dort läuft unter anderen Jelena
Prokopcuka.“ Die
Lettin hat bereits zweimal den New York-Marathon gewonnen und plant bei
Olympia einen Start über 10.000 m.
Trotz der Fragezeichen um
Paula Radcliffe – die britische Marathon-Weltrekordlerin kann
aufgrund
einer Hüftverletzung zurzeit nicht trainieren und geht an
Krücken –
bleibt Irina
Mikitenko bezüglich ihres Marathon-Olympiastarts
zurückhaltend. Eine Prognose gibt sie nicht ab, eine gute
Platzierung
ist ihr Ziel. „In Peking wird es ein taktisches Rennen geben.
Wer am
besten vorbereitet ist, der gewinnt.“
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|
03.05.2008 | Im Alleingang Deutsche Meisterin
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Auch ihr erstes Rennen nach
dem Sieg beim Flora London-Marathon hat Irina Mikitenko gewonnen: Bei
den Deutschen Meisterschaften über 10.000 Meter lief sie in
Menden praktisch konkurrenzlos zum Titel: Nach 31:57,71 Minuten war die
35-Jährige im Ziel und hatte damit auch eine deutsche
Jahresbestzeit aufgestellt. Zur Olympianorm von 31:40 Minuten fehlten
dabei nur knapp 18 Sekunden – diese Zeit allerdings war kein
Ziel für Irina Mikitenko, die bei ihrem Rennen in Menden das
komplette Feld überrundete.
„Ich konzentriere mich natürlich auf den
Marathon-Start in Peking, daher hatte ich keinerlei Ambitionen die Norm
über 10.000 Meter zu laufen“, erklärte
Irina Mikitenko. Gut eineinhalb Minuten Vorsprung hatte sie bei den
Deutschen Meisterschaften vor der zweitplatzierten Simret Restle
(Eintracht Frankfurt/33:30,31). Dritte wurde die Juniorin Ingalena
Heuck (LG Stadtwerke München) mit 34:43,07. Für Irina
Mikitenko stehen nun in den nächsten Wochen noch zwei
Straßenläufe auf dem Programm.
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|
14.04.2008 | Das Marathon-Programm: Peking
– London – Berlin
Nach dem Triumph in London
am Sonntag in
2:24:14 Stunden stehen für Irina Mikitenko die
nächsten
Marathontermine fest: Bei den Olympischen Spielen will die
35-Jährige eine starke Rolle spielen, an einem Start der
Vorjahressiegerin und einem möglichen Duell mit der britischen
Weltrekordlerin Paula Radcliffe wird danach im April 2009 in London
kein Weg vorbei führen. Und dann möchte Irina
Mikitenko bei
den Weltmeisterschaften in Berlin antreten.
© photorun.net
Dabei wird es Irina
Mikitenko nicht
übertreiben: „Ich laufe lieber zwei gute
Marathonrennen im
Jahr als drei mittelgute.“ Die Folgen von mehr Starts konnte
sie
am Sonntag live bei ihren vermeintlich schärfsten
Konkurrentinnen
erleben: Sowohl für Berhane Adere als auch für Gete
Wami
(beide Äthiopien) war es der dritte Marathon-Start binnen
weniger
als sieben Monaten. Beide waren nicht in Topform in London und hatten
in der Endphase des Rennens keine Chance gegen Irina Mikitenko.
„Ich habe in London gezeigt, dass ich als deutsche Athletin
ganz
vorne mitlaufen und sogar gewinnen kann“, sagt die
Läuferin
des TV Wattenscheid, die in Freigericht in der Nähe von
Frankfurt
wohnt. Mit Blick Richtung Olympische Spiele wagt Irina Mikitenko jedoch
keine Prognose. „Ich bin sicher, dass es in Peking ein
taktisches
Rennen geben wird und kein schnelles. Wer am besten vorbereitet ist,
der wird gewinnen.“ Bezüglich der Luftverschmutzung
bei
Olympia sagt sie: „Das wird sicher ein hartes Rennen, aber
die
Bedingungen sind für alle gleich.“
Im Hinblick auf eine weitere Steigerung ihrer Bestzeit setzt sie auf
den London-Marathon 2009. „Ich würde mich freuen auf
ein
Duell mit Paula Radcliffe und hoffe, dass sie im nächsten Jahr
hier am Start ist“, erklärte Irina Mikitenko, die
aus
Kasachstan stammt und seit zehn Jahren für Deutschland
startberechtigt ist.
„Wenn man immer nur in Deutschland läuft, kann man
sich nicht weiterentwickeln“, erklärt
Irina Mikitenko, warum sie die internationale Konkurrenz sucht und sich
nicht für einen Start in Hamburg, Düsseldorf oder gar
bei den
Deutschen Meisterschaften in Mainz entschieden hat sondern in London
lief.
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| 13.04.2008 | Sensationeller Sieg beim Flora
London-Marathon
Mit einer sensationellen
Leistung ist
Irina Mikitenko in London in die Marathon-Weltelite gestürmt.
Die
35-jährige Läuferin des TV Wattenscheid gewann das
hochklassigste Rennen über die klassische Distanz in diesem
Frühjahr in 2:24:14 Stunden. Irina Mikitenko ist erst die
zweite
deutsche Siegerin des Flora London-Marathons nach Katrin
Dörre-Heinig, die das Rennen dreimal zwischen 1992 und 1994
gewonnen hatte. Es ist zudem der erste deutsche Sieg bei einem der
World Marathon Majors (WMM)-Rennen seit 1996. Damals hatte Uta Pippig
beim 100. Boston-Marathon triumphiert.
Irina Mikitenko verbesserte
in dem Lauf
mit rund 35.000 Teilnehmern zudem den deutschen Rekord von 2:24:35
Stunden, den Katrin Dörre-Heinig 1999 in Hamburg aufgestellt
hatte. Die schnellste deutsche Zeit allerdings lief Uta Pippig 1994 in
Boston mit 2:21:45. Da in Boston Start und Ziel weit auseinander liegen
(Punkt-zu-Punkt-Strecke), werden diese Ergebnisse nach den aktuellen
Regeln nicht mehr als offizielle Rekorde geführt.
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Das Männerrennen gewann bei fast perfekten Wetterbedinungen
– nur am Ende setzte starker Regen ein – der
Vorjahressieger Martin Lel. Der 29-jährige Kenianer stellte
mit
der Weltklassezeit von 2:05:15 Stunden einen Streckenrekord auf und
triumphierte vor seinem Landsmann Sammy Wanjiru (2:05:24) sowie
Abderrahim Goumri (Marokko/2:05:30). Zum ersten Mal blieben in einem
Marathonrennen drei Läufer unter 2:06 Stunden.
In Berlin war Irina Mikitenko vor gut einem halben Jahr als Zweite
bereits ein starkes Debüt in 2:24:51 Stunden gelaufen. Mit
einem
mutigen Rennen rannte sie nun in London in ihrem zweiten Marathon zum
ersten Sieg. Immer wieder war es die Deutsche, die das Tempo an der
Spitze bestimmte und forcierte. Die favorisierte Gete Wami
(Äthiopien), die im vergangenen Jahr die erste Serie der World
Marathon Majors gewonnen hatte, und die aktuelle
Chicago-Marathon-Siegerin Berhane Adere (Äthiopien) hielten
sich
zurück. Offenbar hatten sie die frühere
Weltklasse-5000-m-Läuferin Irina Mikitenko nicht auf der
Rechnung.
„Ich habe mich topfit gefühlt und wollte noch
schneller
laufen“, sagte Irina Mikitenko, die glaubt, dass eine Zeit um
2:21 Stunden für sie möglich ist. „Bei
Kilometer 30
wusste ich, dass ich eine Siegchance haben würde.“
Vier
Kilometer vor dem Ziel löste sie sich von den letzten zwei
Konkurrentinnen. Svetlana Zakharova (Russland/2:24:39) und Gete Wami
(2:25:37), die bei Kilometer 30 ins Stolpern gekommen und sogar
hingefallen war, hatten der Schlussoffensive von Irina Mikitenko nichts
mehr entgegen zu setzen. Sie belegten die Ränge zwei und
drei.
Nach diesem wegweisenden Erfolg dürfte Irina Mikitenko auch
beim
olympischen Marathon in Peking eine gute Rolle spielen können.
Allerdings fehlten in London unter anderem die Weltrekordlerin Paula
Radcliffe (Großbritannien) und die Athen-Olympiasiegerin
Mizuki
Noguchi (Japan).
In der neuen Serie 2008 – 2009 der World Marathon Majors
(WMM),
bei denen die Läufer in Boston, London, Berlin, Chicago, New
York
sowie bei Olympia und Weltmeisterschaften Punkte sammeln, liegt nun
erstmals eine Deutsche auf Rang eins. Die Sieger erhalten am Ende
500.000 Dollar.
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| 22.03.2008 | Streckenrekord in Paderborn
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Mit einem Streckenrekord
begann Irina
Mikitenko ihre Straßenlauf-Saison: Beim Paderborner Osterlauf
rannte sie über die Halbmarathondistanz von exakt 21,0975 km
68:51
Minuten – und dies in kalten Temperaturen mit einer Mischung
aus
Schnee und Regen. Dies war eine persönliche Bestzeit
für die
35-Jährige. So schnell wie sie war über zehn Jahre
lang keine
deutsche Läuferin über diese Distanz.
Irina Mikitenko ging bei den schwierigen Bedingungen in Paderborn
unmittelbar nach dem Start in Führung und war nie
gefährdet.
„Es lief überraschend gut“,
erklärte die
Läuferin des TV Wattenscheid, die ihre eigene Bestzeit um 55
Sekunden steigerte. Mit deutlichem Rückstand wurde die
Kenianerin
Emily Kimuria Zweite in 1:15:43 Stunden. Den Kursrekord hielt in
Paderborn zuvor eine kenianische Weltklasseläuferin: Joyce
Chepchumba war 1997 dort 69:24 Minuten gelaufen.
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